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29.05.2011

Augenwelten feiert 5-jähriges Bestehen

Das Brillenfachgeschäft Augenwelten in Falkensee-Finkenkrug feiert 5-jähriges Jubiläum. Wir nutzten den Anlass und baten die Chefin Heike Eppelmann zum Interview. Wollten Sie schon immer Augenoptikermeisterin werden?

Ich war 17 Jahre alt, als ich mit der Lehre zur Augenoptikerin anfing bzw. 16, als ich mich um die Lehrstelle bewarb. Es sollte unbedingt ein Handwerk sein. So schrieb ich eine Bewerbung an einen Augenoptiker, den ich mir aus dem Telefonbuch herausgesucht hatte. Der Betrieb hatte mich zu einem Praktikum eingeladen und mich dann auch eingestellt. Es war schon ein großes Glück, dass ich in so jungen Jahren die richtige Entscheidung getroffen habe. Bis heute habe ich viel Freude an meinem Beruf und auch nie ernsthaft daran gezweifelt.

Wie wird man Augenoptikermeisterin – und wie kommt man auf die Idee, ein eigenes Geschäft zu eröffnen?

Nach drei Jahren Ausbildung und bestandener Prüfung ist man erst einmal Augenoptiker-Geselle, denn Augenoptiker sind Handwerker. Nach einigen Jahren Berufspraxis kann man sich für die Meisterschule anmelden und nach weiteren drei Jahren praktischer und theoretischer Ausbildung (Kontaktlinsenanpassung, Augenprüfung, Brillenanpassung, Anatomie, Physik, Chemie…) und mehreren Prüfungen hat man es dann zum Meister gebracht. Es gibt auch die Möglichkeit, nach einem Studium Diplom-Augenoptiker zu werden.
1999 bekam ich dann die Möglichkeit, ein Geschäft, in dem ich schon ein paar Jahre als Geschäftsführerin gearbeitet hatte, ganz zu übernehmen. Mit zwei weiteren Lehrlingen war übrigens Janine Stalinsky meine erste Mitarbeiterin. Mit ihr arbeite ich auch heute noch prima zusammen.

Warum gerade ein Geschäft in Falkensee-Finkenkrug? Sind Sie von hier? Oder wann zugezogen?

Ich suchte ein zweites Standbein. Der Umsatz im ersten Geschäft bröckelte, denn das Umfeld entwickelte sich nicht zum Positiven. So reiste ich durch den nordwestlichen Speckgürtel von Berlin und schaute mir die Möglichkeiten an. Ich lebe nämlich in dieser Region. Frau Stalinsky ist sogar in Finkenkrug aufgewachsen. Das neue Geschäft sollte für uns beide gut erreichbar sein.
Auf Finkenkrug bin ich als Geschäftslage aufmerksam geworden, als die Alte Bibliothek restauriert wurde. Dafür stand leider schon das Restaurant-Konzept fest. Aber etwas später wurde mir dieses Geschäft gleich in Sichtweite angeboten. Es musste noch kräftig saniert werden und dann ging es am 1. Mai 2006 los. Ende 2006 bin ich dann in das fast noch kalte Wasser gesprungen und habe das andere Geschäft aufgegeben, um ganz für die Kunden von Augenwelten in Falkensee da zu sein.

Wie finden Sie „Ihre“ Brillenmodelle? Nur in Katalogen? Oder auch auf Messen?

Wir fahren regelmäßig auf Fachmessen, um immer an den neuen Trends dran zu bleiben und auch, um kleine kreative Marken zu finden. Die großen Labels haben Vertreter, die uns im Geschäft besuchen und die neuen Kollektionen vorstellen.

In fünf Jahren „Augenwelten“: Was war das einschneidenste Erlebnis?

Im Jahreswechsel 2008/2009 wurde kurz hintereinander zwei Mal bei uns eingebrochen. Das war das Schlimmste, was uns in den letzten fünf Jahren passiert ist. Als ich nach Weihnachten wieder ins Geschäft kam, waren alle Brillen und Sonnenbrillen weg. Wir mussten alle Kunden vertrösten. In der zweiten Januar-Woche hatten wir endlich wieder Brillen, doch dann wurde wieder eingebrochen und meine gesamten Werkstattmaschinen wurden gestohlen. Wir konnten wieder Brillen verkaufen, aber die Gläser nicht in die Fassungen einschleifen. Es hat schon etwas gedauert, bis alles wieder in Ordnung kam.

Wer gehört noch zu Ihrem Team? Und wer ist denn Vinzent? Ein Mann in Ihrer Frauenrunde?

Ja, Vinzent ist der stumme Mann in unsere Runde, ein computergesteuertes Video-Mess- und Zentriersystem. Er unterstützt uns bei der Vermessung der Kunden in Kombination mit der neuen Brillenfassung. Diese Messwerte werden dann von unserem Glashersteller in die Gläser eingearbeitet. Wir berücksichtigen nur genaueste Daten zum Einschleifen der Gläser in die Fassung in unserer Werkstatt. Mit Vinzent können wir die Kunden fotografieren. Gerade Menschen mit hohen Glasstärken haben die Möglichkeit sich mit verschiedenen Fassungen im Vergleich anzusehen.
Zu meinem Team gehört seit September 2010 Anja Patschke. Sie ist Augenoptikerin und unterstützt uns zwei Mal in der Woche. Janine Stalinsky war von Anfang an mit dabei. Sie ist wie ich Augenoptikermeisterin. Ende letzten Jahres hat sie noch eine Ausbildung zur Optometristin abgeschlossen. Im Büro unterstützt mich seit kurzem Susann Krödel.

Werden Kinder heutzutage noch wegen einer Brille gehänselt?

Das kommt bestimmt auch heute noch vor, aber wir arbeiten daran, dass die Kinder sich mit ihrer Brille wohlfühlen. Nach Möglichkeit sollen sich die Kinder ihre Brille selber aussuchen. Die Brille soll bequem und leicht sein, muss aber auch gut aussehen, damit sie gern getragen wird. Wenn die Kinder ihre Brille mögen, dann strahlen sie das auch aus und es wird sie so schnell keiner ärgern.

Was ist der Brillentrend 2011? Bei Männern und bei Frauen?

Männer punkten in diesem Jahr mit hellen, aber kühleren Metalltönen. Lichtgraues Titan, silberner Stahl oder Edelstahl. Auch Farbkombinationen mit klaren Formen sind gefragt. Die sogenannte Pantobrille feiert 2011 ihre Wiederauferstehung. Mit runderen, zumeist größeren Gläsern sorgt sie für ein weites Gesichtsfeld.
Auch die Damenbrillen sind wieder größer. Auf die hochwertigen Oberflächen werden oft dezente Strukturen gefräst. Die Brillenbügel sind gemustert oder mit rauchigem Farbverlauf.
Ein häufig verwendetes Fassungsmaterial ist Cellulose Acetat. Das Naturmaterial besticht nach langer Politur durch glatte Oberflächen, seidigen Glanz und ein warmes Hautgefühl. Viele Modelle werden in dieser Saison als „Unisex“ angeboten. Sie können von Damen und Herren getragen werden.

Kontakt: AugenWELTEN, Karl-Marx-Str. 62, 14612 Falkensee, Tel: 03322 1289197, www.augenwelten.de

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