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22.12.2016

Falkensee: Buchautorin Ulrike Plessow – Orientalisches Kochbuch

Im Verlagshaus Jacoby & Stuart hat die Falkenseerin Ulrike Plessow ihr Werk „Das orientalische Kochbuch“ (160 Seiten, 19,95 Euro) veröffentlicht. Über sich selbst berichtet die Autorin: „Mein Mann und ich leben seit Anfang 2010 in Falkensee. Den Umzug aus Berlin-Steglitz hinaus in den ‚Speckgürtel‘ haben wir nie bereut.

Der ursprüngliche Grund war, dass wir den regelmäßigen Weg zu unserem Pferd, das am Krämerwald in einem kleinen Privatstall steht, verkürzen wollten. Inzwischen haben wir in Falkensee viele gute Freunde gefunden und fühlen uns hier richtig zuhause. Seit wir in der Gartenstadt leben, leiste ich mir immer zwei Home Office Tage in der Woche, um nicht täglich an den Lützowplatz pendeln zu müssen, wo das Büro meiner PR-Agentur ‚Buch Contact‘ ist. Seit über 20 Jahren entwickle ich PR-Kampagnen für Verlage, Autoren und Bücher – und führe sie auch mit Mitarbeiterinnen gemeinsam durch. Außer dem Pferd haben wir noch zwei toskanische Glückskatzen. Und unser in Berlin lebender Sohn Semih hat uns mit seiner Freundin Mascha in diesem Frühjahr mit einem Enkelkind beglückt. So bin ich Omi geworden, noch bevor ich selbst das halbe Jahrhundert vollendet habe.“

Wir fragen nach: Sie leben in Falkensee, schreiben aber ein orientalisches Kochbuch. Wie kam es dazu?

„Ich habe mich schon immer für fremde (Koch-)Kulturen interessiert. Als ich vor 14 Jahren meinen Mann Özgür kennen gelernt habe, wurde die türkische Küche natürlich zu einer großen Bereicherung in meinem Speiseplan. Die Rezepte im orientalischen Kochbuch stammen in erster Linie von Özgürs Mutter Kahire, die ihre traditionelle Kochweise in den 60er Jahren aus dem türkischen Antakya (in der Nähe der syrischen Grenze und nur eine Autostunde von Aleppo entfernt) mit nach Berlin gebracht hat.

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Damals südländisches Gemüse wie Auberginen und Zucchini in deutschen Läden oder auf deutschen Märkten zu finden, war eine große Herausforderung und auch oft ein fruchtloses Unterfangen. Aber sie blieb ihren Rezepten treu und kocht bis heute leidenschaftlich gern und gut.

Auf unseren Reisen nach Antakya haben mein Mann und ich dann noch einzelne Rezepte von anderen Verwandten oder Freunden gesammelt und gemeinsam nachgekocht. Meine Hauptaufgabe bestand darin, akkurat die Koch-Anweisungen zu verfolgen, mitzuschreiben und natürlich die Ergebnisse zu testen.“

Was ist Ihr persönliches Lieblingsgericht aus dem Buch? Was mag die Familie am liebsten? Freuen sich Ihre Freunde, wenn Sie orientalisch kochen?

Ich bin ein ganz großer Gemüsefan und liebe vor allem Auberginen. In unserem Buch erklären wir, wie man Maklube zubereitet. Dafür werden Auberginen erst in Scheiben gebraten, um dann in einem Topf ausgelegt und mit einer Reismischung gefüllt zu werden. Zum Servieren kippt man den Topfinhalt kopfüber auf einen großen Teller oder auf ein Tablett, sodass die Auberginenscheiben die Füllung umhüllen. Das schmeckt nicht nur himmlisch, sondern sieht auch noch toll aus auf dem gedeckten Esstisch!

Wenn wir Freunde bewirten, freuen die sich immer über die Vielzahl von leckeren Vorspeisen („Mezeler“), an denen man sich schon satt essen kann: Da gibt es Hummus-Variationen, Paprikapasten, Auberginen-Joghurt-Dips, eingelegtes Gemüse…

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Was ein Lieblingsrezept der Familie angeht: Die Rezepte in unserem Kochbuch stellen ja schon die engere Auswahl einer noch viel größeren Anzahl an leckeren Gerichten dar. Zu besonderen festlichen Anlässen gibt es allerdings etwas, das die ganze Familie gleichermaßen liebt: „Herise“, das ist ein Weizen-Fleisch-Gericht. Es wird traditionell in großen Mengen zubereitet, um davon auch an Bedürftige und an die Nachbarn zu verteilen. Und da die Familie meines Mannes bereits über Generationen hinweg Süßspeisen hergestellt hat, kommen auch die orientalischen Nachspeisen nie zu kurz.

Könnte Falkensee in der Gastronomie mehr orientalische Einflüsse vertragen? Oder reichen Döner und Lahmacun bereits aus?

Döner und Lahmacun geben nur einen minimalen Einblick in die vielfältige orientalische Küche. Aber in Falkensee haben wir darüber hinaus immerhin schon zweimal die Woche den von Syrern ausgerichteten Mittagstisch bei den Biofreunden, wo man übrigens auch viele der im Kochbuch erwähnten Zutaten findet. Ein orientalisches Restaurant oder ein gut bestückter orientalischer Supermarkt, der eine noch größere Auswahl an Granatapfelsirupsorten, Sesampasten, Oliven oder Schafskäsevarianten bietet, wären natürlich ein Bereicherung. Falkensee entwickelt sich ja aktuell rasant, vielleicht erleben wir das ja bald noch. (Fotos: privat / Text: CS)

Mehr Infos: www.jacobystuart.de

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