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22.12.2016

Who is Who in der Region (21) – Birgit Faber (Falkensee)

Wer ist eigentlich …? Unser „Who is Who“ möchte die besonderen Personen in unserer Stadt kurz vorstellen und sie so der Bevölkerung noch näher bringen. Birgit Faber (54) ist geschäftsführender Vorstand im TSV Falkensee e.V. – dem größten Sportverein im Havelland. Der TSV ist vor kurzem mit der Geschäftsstelle in die neue Stadthalle in Falkensee umgezogen.

Birgit Faber wurde in Berlin-Staaken geboren und ist in Falkensee aufgewachsen. Sie ist auf die Ernst-Thälmann-Oberschule gegangen und hat 1981 ihr Abitur abgelegt. Medizin hätte sie schon ganz gern studiert, aber für ein 1,0er-Abi hat es leider nicht gereicht. So ging Birgit nach Leipzig, um an der Deutschen Hochschule für Körperkultur zu studieren – mit dem Abschlussziel des Diplom-Sportlehrers.
Birgit Faber: „Mein Schwerpunkt lag schon im Studium auf dem Kunstturnen. Bis 1989 und damit dem Ende der DDR war ich dann auch als Trainerin in Potsdam beschäftigt – um den Nachwuchs im Turnen für den Leistungssport aufzubauen.“

Im DDR-Sport ging es vor allem um Leistung, Leistung, Leistung. Von 1990 bis 95 verließ Birgit Falkensee und wanderte zusammen mit ihrem Mann nach Baden-Württemberg aus. An der Schweizer Grenze bekam die Familie nicht nur das zweite Kind, sondern lernte auch viel dazu. Birgit Faber: „Es war schon hart, sich an die ganz neue Lebensweise anzupassen, die neue Demokratie kennenzulernen und auch den anderen Sportgedanken zu verinnerlichen. Dennoch war es für mich die allerwichtigste Zeit. Als ehrenamtliche Trainerin – natürlich auch dort wieder im Kunstturnen – lernte ich, den Leistungsgedanken nach hinten zu stellen und mehr darauf zu achten, welche Wünsche die Sportler haben und wie man ihnen dabei helfen kann. In Baden-Württemberg war ich für den Badischen Turnerbund tätig und habe dabei geholfen, neue Trainer auszubilden.“

Das Heimweh sorgte dafür, dass Familie Faber 1995 wieder zurück nach Falkensee in die alte Heimat zog. Birgit Faber: „1993 wurde der TSV gegründet, er hatte sich damals vom SV Motor abgespalten. 1995 kam ich als ABM-Kraft dazu. Hier habe ich erfolgreich dabei geholfen, den Verein für den Breitensport zu öffnen. Die schnell wachsende Mitgliederzahl sorgte dafür, dass der Verein ausreichend Finanzmittel aufbringen konnte, um meinen Lebenstraum zu erfüllen und mich fest einzustellen.“

Im TSV hat Birgit Faber viele Jahre lang die Kunstturnerinnen als Trainerin geführt. Die stetig zunehmenden Aufgaben, Herausforderungen, Meetings, Kongresse und andere Tätigkeiten im Verein sorgten allerdings dafür, dass Birgit diesen Posten vor zwei Jahren niedergelegt hat: „Das war für mich die schlimmste Entscheidung überhaupt. Ich sehe die Kinder bei uns und denke im Kopf: Aus denen würde ich gern kleine Olympiasieger machen. Aber ich habe die Zeit einfach nicht mehr. Ich gebe als Trainerin noch Fitnesskurse für die Frauen und den Kurs ManPower. Das sind zwei Stunden am Abend, das ist noch überschaubar.“

Über sich selbst sagt Birgit Faber, dass sie ein neugieriger, aber auch ungeduldiger Mensch ist: „Auch privat ist Sport ein großes Thema. Zum Turnen komme ich leider nur noch selten. Sonst sind Fitness und Rennrad-fahren meine Hobbies.“ (Foto/Text: CS)

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