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26.12.2016

Dallgow-Döberitz: Autorin Britta Wulf

Britta Wulf (52) ist seit über 25 Jahren TV-Redakteurin und Regisseurin – nicht nur, aber oft genug für das rbb-Fernsehen. Hier arbeitet sie meist an neuen Beiträgen für das bekannte zibb-Format – und sucht rund um die Uhr nach einer guten, neuen Story, die sich in bewegte Bilder packen lässt.

Die Potsdamerin, die 1997 über Berlin nach Dallgow gekommen ist, lebt mit ihren beiden Kindern (23 und 18) in einem Haus im Speckgürtel und fühlt sich sehr wohl im Havelland.

Britta Wulf: „Unsere sorbische Redaktion in Cottbus dreht einmal im Jahr einen Fernsehbeitrag über eine andere Minderheit. An fünf Filmen habe ich bereits mitgewirkt. Im April 2014 bin ich so auch mit dem Team nach Sibirien geflogen, um einen Beitrag über die Minderheit der Ewenken zu drehen – am wunderschönen Baikalsee.“

Als Journalistin ist Britta Wulf darauf geeicht, Informationen zu sammeln, das Wesentliche zu erfassen, Geschichten zu erzählen. Am Baikalsee passierte ihr aber etwas sehr Ungewöhnliches. Es ereignete sich etwas, das für die Redakteurin so aufregend und ungewöhnlich war, dass sie die sehr persönliche Geschichte nun in ein Buch gegossen hat, das im Solibro Verlag (www.solibro.de) erschienen ist. Wulf: „Ich habe vor Ort zehn Tage gedreht, darunter auch mit dem Halb-Ewanken Anatoli. Da war absolut nichts. Aber als ich wieder Zuhause in Deutschland war, schrieb er mir, dass er sich in mich verliebt hätte. Was für ein Unsinn, dachte ich. Das geht doch gar nicht, es liegen doch 8.000 Kilometer zwischen uns. Aber dann haben wir uns geschrieben, über Skype gechattet und E-Mails ausgetauscht. Und ich merkte dann – auch bei mir ist da etwas. Aber ich bin ein rationeller Typ, ich sagte mir, ich kann mich doch nicht in russische E-Mails verlieben. Aber da waren echte magische Momente. Da war mir klar – ich muss noch einmal nach Sibirien, um Anatoli zu besuchen.“

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Das Buch „Das Rentier in der Küche – Eine deutsch-sibirische Liebe“ (224 Seiten, 18 Euro) handelt von diesen Reisen und erzählt von einer ungewöhnlichen Liebe und von faszinierenden Erlebnissen in einem fremden Land und in einer anderen Kultur. Viele Fotos von diesen Reisen finden sich im Buch wieder. Auf Facebook gibt es weitere Bilder, Notizen und auch ein Video: www.facebook.com/britta.wulf.9.

Britta Wulf: „Anatoli und ich wissen noch nicht, ob diese ungewöhnliche Liebe eine Chance und eine Zukunft hat. Ich habe zwar in Sibirien gemerkt, dass ich zu diesem Mann gehöre. Aber die Kultur, die Sprache, die Arbeit und auch das Geld sind Hindernisse, die zwischen uns stehen. Wir suchen nach einer Lösung.“

So bleibt ein romantisches und informatives Buch, das Hoffnung darauf macht, dass es in dieser Beziehung noch weitergeht. (Text: CS / Fotos: CS + Britta Wulf)

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