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31.12.2016

Falkensee: St.-Martins-Umzug

Am 11. November brauchten die kleinen Kinder einmal nicht ganz so früh ins Bett zu gehen. Stattdessen warteten sie aufgeregt darauf, dass es endlich dunkel wurde. Am Sankt-Martins-Tag zogen sie nämlich traditionell mit ihren selbstgebastelten Laternen durch die Straßen und sangen unterwegs ein Lied – einfach nur so, weil es aufregend ist und Spaß macht.

Im religiösen Sinn aber auch, um dem Beerdigungstag des heiligen Martin von Tours zu gedenken. Der heilige Martin hatte seinerzeit als Soldat um ca. 300 nach Christus in klirrender Kälte seinen Mantel mit dem Schwert halbiert, um ihn mit einem frierenden Bettler zu teilen.

Auch in Falkensee waren am 11. November wieder viele Kita-Gruppen und Schulklassen im Dunkeln unterwegs. Manche Gruppen nannten das Lichterspektakel in den Straßen ganz neutral „Laternenumzug“, andere führten weiterhin den Heiligen Martin mit im Namen. So auch die Falkenseer Geschwister-Scholl-Grundschule. Hier trafen sich abends die Kinder der ersten drei Klassenstufen mit ihren Eltern auf dem Schulgelände, um anschließend gemeinsam durch den anliegenden Geschichtspark zu laufen. In stockdunkler Nacht bildeten die handgefertigten Laternen der Kinder eine viele hundert Meter lange Kette aus leuchtenden Punkten, die noch aus großer Entfernung zu sehen war. Zurück auf dem Schulgelände entzündete die Feuerwehr ein großes Lagerfeuer, das bei klirrender Kälte natürlich eine Wärmequelle ganz im Sinn von Sankt Martin war – und vor allem die frierenden Eltern anzog. Für die Kinder war es dann doch noch viel spannender, im Dunkeln miteinander auf dem Schulhof zu spielen.

Übrigens geht auch die Martinsgans, die ebenfalls am 11.11. verspeist wird, auf den Heiligen Martin zurück. Man sagt, er habe sich bei seiner Wahl zum Bischof ganz bescheiden im Gänsestall versteckt. Doch die Gänse hätten so laut geschnattert, dass man den neuen Bischof dann ganz schnell gefunden hat. (Text/Foto:CS)

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