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31.12.2016

Who is Who in der Region (23) – Manuela Dörnenburg (Falkensee)

Wer ist eigentlich …? Unser „Who is Who“ möchte die besonderen Personen in unserer Stadt kurz vorstellen und sie so der Bevölkerung noch näher bringen. Manuela Dörnenburg (51) ist die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Stadt Falkensee. Am 25. November hisste sie vor dem Rathaus die Fahne der Terres des Femmes.

Manuela Dörnenburg wurde in Duisburg geboren, legt aber großen Wert darauf, auf der LINKEN Rhein-Seite aufgewachsen zu sein, nämlich in Moers. Hier ist sie zur Schule gegangen und hat ihr Abitur abgelegt. Studiert hat sie dann in Münster – Geschichte, Politik und Soziologie. Mit der Idee, Historikerin zu werden.

Dörnenburg: „Weil alle meine Freunde nach Berlin gegangen sind, habe ich das auch gemacht. Am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin habe ich 1992 mein Studium beendet – als Magista der Geschichte.“

Damals gab es in den Zeiten der Wende eine hohe Arbeitslosigkeit unter den Akademikern. Aus diesem Grund war Manuela Dörnenburg zunächst freiberuflich tätig. Sie leitete Führungen in der Gedenkstätte Sachenhausen, lud zu Stadtführungen in Berlin ein und engagierte sich in der politischen Erwachsenenbildung.

Es folgte eine erste ABM-Maßnahmen, die zwei Jahre umfasste. Sie führte sie von 1994 bis 96 nach Birkenwerder: „Da wohne ich seitdem und tue das auch immer noch – mit meiner Familie samt Mann und zwei Kindern.“ In Birkenwerder baute Manuela Dörnenburg nach der ABM-Zeit in der Clara Zetkin Gedenkstätte den gleichnamigen Förderverein mit auf, dessen Vorsitzende sie immer noch ist. Hier leistet sie also klassische Museumsarbeit.

Manuela Dörnenburg: „Als Historikerin war es schwierig, eine Festeinstellung zu bekommen. Es gab immer nur Projekte oder Zeitverträge. In dieser Zeit wurde ich von der Presse angesprochen und arbeitete anderthalb Jahre lang als freie Mitarbeiterin für den Oranienburger Generalanzeiger.“

Eine zweite ABM in der Stadt Oranienburg brachte sie dann ins Koordinationsbüro für die Lokale Agenda 21. Hier brachte sie alle Protagonisten der Stadt an einen Tisch, um ein tolerantes Miteinander anzuleiten.

Dörnenburg: „In Falkensee hatte ich mich auf eine frei werdende Stelle im Museum beworben. Diese Stelle habe ich leider nicht bekommen. Man rief mich aber später an und bot mir an, für drei Monate in Schwangerschaftsvertretung für Yvonne Zychla die Pressestelle im Rathaus zu übernehmen. Das habe ich im Jahr 2000 auch gemacht – und bekam im Januar 2001 einen festen Vertrag. Seitdem bin ich in der Stadtverwaltung von Falkensee tätig. Mit Yvonne Zychla habe ich jahrelang sehr eng und gut zusammengearbeitet. Wir haben das Corporate Design von Falkensee mit geprägt und viele Broschüren geschrieben, die heute noch die verschiedenen Themen der Stadt erklären.“

Im November 2009 wurde Manuela Dörnenburg auf die neu geschaffene Stelle der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten berufen: „Damit schloß sich für mich ein Kreis. Mein allererstes Praktikum in den Semesterferien der Uni habe ich bei der Gleichstellungsbeauftragten in Moers absolviert.“

Als Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte kümmert sie sich darum, dass Frauen und Männer gleichgestellt behandelt, dass Flüchtlinge integriert werden und das Menschen mit Behinderungen keine Nachteile erdulden müssen. Auch um die Älteren kümmert sich Frau Dörnenburg. In der Stadtverwaltung wird sie auch bei jeder Personaleinstellung gehört oder bei Problemen gerufen, die etwas mit ihrem Fachgebiet zu tun haben.

Dörnenburg: „In allen von mir zu bearbeitenden politischen Bereichen gibt es große Fortschritte in den letzten Jahren. Dennoch: Die Gleichstellung von Mann und Frau wird uns wohl noch lange beschäftigen. Als leidenschaftliche Frauenrechtlerin werde ich das Thema immer im Auge behalten.“

Seit September 2016 leitet sie das neu geschaffene „Büro für Vielfalt“ und hat zwei Mitarbeiter – Linus Strothmann (Bürgerbeteiligung) und Andreas Mallé (Flüchtlingsfragen). (Foto/Text: CS)

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