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01.01.2017

Falkensee: Heimatjahrbuch 2017

Manche Falkenseer Geschichte braucht einfach die richtige Form. Sie passt mitunter viel besser in ein Magazin oder in ein Buch als in eine Tageszeitung. Ein seit Jahren gern genutztes Sammelbecken für zeitlose Artikel ist das Falkenseer Heimatjahrbuch.

Der Verein „Freunde und Förderer von Museum und Galerie Falkensee e.V.“ gibt das handliche Büchlein heraus, das jedes Jahr aufs Neue viele spannende Artikel von ehrenamtlich tätigen Bürgern bündelt. Das aktuelle Heimatjahrbuch 2017 ist mit 140 Seiten Umfang gerade erst neu erschienen. Es kostet 7,50 Euro, hat eine Auflage von eintausend Exemplaren und lässt sich u.a. im Museums-Shop und im Falkenseer Bürgeramt erwerben.

Das neue Heimatjahrbuch wurde Ende November vor Publikum im Museum vorgestellt. Museumsleiterin Gabriele Helbig leitete die Veranstaltung und begrüßte vor komplett mit Zuhörern besetzten Rängen die vier Falkenseer Brigitte Kerl, Gudrun Kranert, Burkhard Berg und Hans-Ulrich Rhinow, die Auszüge aus einzelnen Beiträgen des neuen Buches vorlasen.

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Geschichten aus Heimat und Historie? Kann das denn spannend sein? Und wie! So hat Manfred Schulz, der bereits seit vielen Jahren Artikel für das Jahrbuch verfasst, die Geschichte einer abenteuerlichen Republikflucht niedergeschrieben. Diese führte 1966 von Falkensee aus mit einer Planierraupe mitten durch die Grenzanlagen hindurch in den Westen Berlins – mit zwei schwangeren Frauen an Bord und am Ende mit jeder Menge Einschusslöchern im Fluchtfahrzeug.

Marlies Schnaibel blättert für das Heimatjahrbuch in der Märkischen Volksstimme von 1967 und schaut so 50 Jahre in die Vergangenheit. Gabriele Helbig erzählt die Geschichte vom Bau der alten Stadthalle in Falkensee. Hans-Ulrich Rhinow erinnert sich in seinem Beitrag an seine Falkenseer Schulzeit vor 70 Jahren. Und Brigitte Kerl zeigt auf, wie sich die Straßennamen im Ort immer wieder änderten. Wer weiß denn heute noch, dass die Straße „Am Tiefen Grund“ früher einmal die Hermann-Göring-Straße war? Torsten Bathmann spürt derweil Theodor Fontane nach, der im Rahmen seiner Reisedichtung auch durch den Finkenkrug spazierte und von der Kaffeekunst im Alten Finkenkrug wenig angetan war.

Im neuen Buch geht es auch um zehn neue Stolpersteine in Falkensee, um die Geigenbauerfamilie Jung und um Naturdenkmäler in Falkensee. Die Beiträge sind kurz und kurzweilig, aufwändig illustriert und in ihrer Bandbreite thematisch so gestreut, dass bei der Lektüre keine Langeweile aufkommt. So gesehen ist das Heimatjahrbuch eine Pflichtlektüre für alle und gerade vor Weihnachten ein schönes Geschenk für alle Alteinwohner und erst recht für die Zugezogenen. (Fotos/Text: CS)

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