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01.01.2017

Made in Falkensee: Isabel Gewecke

Künstler greifen in der Regel zu Pinseln, Buntstiften oder zu Ölkreiden, um beeindruckende Gebäude aus ihrer Nachbarschaft auf Papier oder auf eine Leinwand zu bannen. Isabel Gewecke (43), die aus Baden-Baden stammt und seit 2005 in Falkensee lebt, geht einen ganz anderen Weg.

Die freiberufliche Kommunikations-Designerin hat in der Vorweihnachtszeit ganz Falkensee mit einem selbstgemachten Kalender und einem Dutzend Postkarten überrascht, die in der „Kleinen Galerie auf Zeit“ am Bahnhof 80 zu kaufen waren, die aber auch über die Weihnachtszeit hinaus auf der eigenen Homepage (www.mooiko.de) und im Buchladen „Leseratte“ in der Spandauer Straße zu erstehen sind.

Die 12 vorgelegten Motive zeigen bekannte Bauwerke aus Falkensee in Form von grafisch reduzierten Illustrationen. Die Bilder vom Falkenseer Rathaus, von der Seegefelder Kirche, vom Museum und der Galerie, vom Haus Bellevue oder vom Hotel Kronprinz weisen einen komplett eigenen Stil auf, der sich mit nichts vergleichen lässt, was lokale Künstler bislang im Ort vorgelegt haben. Man hat als Betrachter den Eindruck, als schaue man auf eine Kinderbuchillustration aus dem Märchen, die von einem kreativen Architekten angelegt wurde.

isabel-gewecke

Isabel Gewecke: „Alle Falkenseer Schmuckstücke, wie ich meine Illustrationen nenne, sind komplett im Rechner entstanden. Ich übernehme Fotos am Mac in den Adobe Illustrator, blende die Perspektive aus, reduziere ein Bauwerk auf das Wesentliche und baue es dann aus farbigen geometrischen Figuren nach. Das ist ein Vorgang, der viele Stunden dauert – aber das Ergebnis ist eben ein neues Kunstwerk.“

Die Arbeiten, zu denen auch Lesezeichen und Weihnachtsgrußkarten gehören, werden unter dem Eigennamen „mooiko“ zusammengefasst. „Mooi“ ist niederländisch und bedeutet „schön“. „Iko“ steht für „Bild“.

Isabel Gewecke: “Die Menschen identifizieren sich gern mit ihrer Stadt. Viele Käufer sagen über meine Postkarten, dass sie gar nicht wussten, dass Falkensee so edel aussehen kann. Das ist auch ein ganz großer Wunsch von mir: Ich wollte zeigen, dass man gar nicht weit fahren muss, um in Bezug auf die Architektur etwas Schönes zu finden. Besonders gut nachgefragt werden natürlich die Postkarten mit dem Hexenhaus-Motiv. Spannend finde ich die Rote Villa. Nur die wenigsten wissen, dass hier früher einmal eine Brauerei zu finden war.“

Angesichts fehlender weiterer Motive ist es fraglich, ob neue Falkenseer Ansichten folgen werden. Zurzeit denkt Isabel Gewecke darüber nach, auf andere Städte zuzugehen, um ihnen eigene Kartensets anzubieten. (Foto oben/Text: CS)

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