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01.01.2017

Spandau Waldkrankenhaus: Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth über – neue Hüfte, neues Knie!

Die Menschen leben länger, der Verschleiß im Körper nimmt zu. Und oft genug trifft es am Ende die Hüfte oder das Knie, die ihren Dienst aufkündigen und gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht werden müssen. Wenn es zu einer Operation kommt, gilt Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth (48) als Spezialist und Koryphäe auf dem Gebiet. (ANZEIGE)

Er selbst und die von ihm geführte Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wurden bereits mehrfach im Ranking von FOCUS und Tagesspiegel ausgezeichnet und unter die Top 10 von über 1.000 Teilnehmern gewählt.

Dr. Ulrich Nöth wurde in Straubing in Niederbayern geboren. Er hat in Regensburg und Würzburg studiert, war zwei Jahre in Philadelphia und ein Jahr in London. Die letzten 20 Jahre hat er in Würzburg gearbeitet, davon die letzten fünf Jahre als leitender Oberarzt der Orthopädischen Klinik der Universität Würzburg. Seit drei Jahren ist er Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Spandauer Waldkrankenhaus.

Dr. Ulrich Nöth: „Mein Spezialgebiet ist u.a. die minimalinvasive Operation beim Implantieren eine neuen Hüftprothese. Ein solcher Eingriff dauert im Schnitt 45 Minuten. Bei der minimalinvasiven Operation gehen wir muskelschonend vor. Früher wurde bei der OP der Muskel abgelöst, was gelegentlich dazu führte, dass die Operierten nur noch schlecht auf einem Bein stehen können. Heute operieren wir sozusagen um die Ecke herum, das ist komplizierter, aber viel besser für den Patienten. Er wird noch am gleichen Tag mobilisiert und macht vier bis fünf Stunden nach der Operation seine ersten Schritte an der Seite eines Physiotherapeuten. Das ist wichtig, um einer Thrombose oder einer Lungenembolie vorzubeugen.“

Dass die Krankenhäuser gern viele Operationen durchführen, weist der Chefarzt von sich. In Deutschland gäbe es seit vielen Jahren keine Steigerung der Knie- und Hüftoperationen mehr – trotz der stark zunehmenden demografischen Überalterung der Bevölkerung. So werden im Jahr im Schnitt etwa 150.000 Hüft- und 140.000 Knieprothesen in Deutschland implantiert.

Steht eine Hüft-Operation an, nimmt Dr. Ulrich Nöth seinen Patienten die Angst: „Eine Hüft-Operation ist keine große Sache mehr – wenn ich als Patient bei einem Experten lande, der diese Operation regelmäßig durchführt. Als Arzt sage ich: Je öfter ein Chirurg eine bestimmte Operation durchführt, umso geringer fällt seine Komplikationsrate aus. Am ersten Tag nach der OP können unsere Patienten bereits wieder selbstständig ins Bad gehen, am dritten Tag Treppen steigen und am fünften Tag in die ambulante Reha wechseln. Nach sechs Wochen kann man schon wieder Auto fahren und nach drei Monaten wieder mit gewissen Einschränkungen Sport machen und das Bein belasten.“

Übrigens ist der typische Patient mit einer anstehenden Hüft- oder Knie-Operation im Schnitt älter als 60 Jahre und weiblich. Oft liegt eine vererbte Arthrose vor, die zum Verschleiß der Gelenke führt.

Dr. Ulrich Nöth: „Eine Hüft-Operation ist im Grunde genommen einfacher als eine Knie-OP, weil es sich bei der Hüfte um ein Kugelgelenk ohne Bänder handelt. Das Knie ist mit seiner Kniescheibe und den Bändern als bandgeführtes Dreh- und Scharniergelenk deutlich schwieriger zu operieren, wenn es um das Einsetzen einer Prothese geht. Hier ist auch die Anzahl der Patienten höher, die mit dem Ergebnis der Operation nicht zufrieden sind. Die Hüft-OP ist für uns die Pflicht und die Knie-OP die Kür.“

Aber auch bei der Knie-Operation tut sich etwas. Bislang gibt es ein Knie-Gelenk von der Stange, das in verschiedenen Größen vorliegt. Hier wird der Knochen so gefräst, dass das Implantat passt. Heute arbeitet man daran, dank Computertomografie vorab ein exaktes 3D-Abbild vom Knie zu gewinnen, um dann ein perfekt passendes, individuelles Implantat anzufertigen – als Komplett- oder Teilprothese.

Privat entspannt Ulrich Nöth am liebsten beim Golf und beim Tennis. Auch die Oldtimer sind ein Thema, das ihn begeistert. (Fotos / Text: CS)

Info: Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Stadtrandstraße 555, 13589 Berlin, 030 – 3702-1002, www.pgdiakonie.de/evangelisches-waldkrankenhaus-spandau

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