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01.01.2017

Who is Who in der Region (24) – Michael Ziesecke (Falkensee)

Wer ist eigentlich …? Unser „Who is Who“ möchte die besonderen Personen in unserer Stadt kurz vorstellen und sie so der Bevölkerung noch näher bringen. Michael Ziesecke (49) leitet in 4. Generation die Schlosserei Ziesecke in Falkensee, ist Kreishandwerksmeister für das Havelland, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer in Potsdam, Lions-Mitglied und auch Bauherr im Zentrum der Stadt.

Michael Ziesecke (49) wurde am 29. April 1967 in Staaken geboren und ist in Falkensee aufgewachsen: „Ich bin noch auf die alte Diesterweg-Grundschule in der Hertzstraße gegangen. Anschließend habe ich drei Jahre lang in Hennigsdorf meine Berufsausbildung mit Abitur absolviert und war danach Schlosser. Oder wie es in der DDR hieß: ‚Instandhaltungsmechaniker mit Abitur‘. Ich hatte nie ein anderes Ziel, als in den elterlichen Betrieb einzusteigen. Ich habe schon an der Stanze gearbeitet, da konnte ich im Sitzen nicht einmal mit den Füßen den Boden berühren. Da gab es nie eine andere Option für mich. Meine Eltern haben aber nie Druck gemacht. Ich hätte auch jeden anderen Beruf ergreifen können.“

Nach dem Abitur ging es nach Potsdam. Anderthalb Jahre lang diente Ziesecke in der Armee – in der Bereitschaftspolizei: „Oft mussten wir Personenkonvois absichern, also etwa Honecker von A nach B begleiten. Geprägt hat mich am 12. Dezember 1986 der Absturz einer Aeroflot-Maschine kurz vor Schönefeld. Da mussten wir die Unfallstelle absichern, während die Verwandten der Absturzopfer bereits versucht haben, das Trümmerfeld zu betreten, um selbst nach ihren Angehörigen und Kindern zu suchen.“

Für ein Maschinenbau-Studium ging es von `88 bis `,93 nach Zwickau: „Mitten im Studium kam die Wiedervereinigung. Ich habe dann mein Berufspraktikum und mein Diplom in Wuppertal absolviert. Zwei Semester war ich dort. Mein Spezialgebiet war die Hydraulik, die Pneumatik und die Antriebstechnik. 1993 habe ich mein Diplom mit 1 verteidigt und bin anschließend direkt nach Falkensee zurückgegangen.“ Wieder in Falkensee ging es dank einer Verbindung im Ruhrgebiet los mit der Produktion von Vordächern aus Aluminium. Michael Ziesecke: „Die ersten Pläne habe ich noch in Wuppertal gemacht. Das mit den Aufträgen aus Westdeutschland lief vier bis fünf Jahre richtig gut, bis sie uns exklusiv binden wollten. Inzwischen sind wir von Aluminium mehr auf Stahl und Edelstahl gewechselt und haben seit 1995 ein Stecksystem entwickelt, mit dem sich alle Vordachformen abbilden lassen. Im Jahr 2000 gründete Toralf Straub die Firma „Straub Vordachdesign“: Er vermarktet die Vordach-Konstruktionen europaweit im Internet und wir sind die Fertigung.“

Neben dem Beruf war Michael Ziesecke auch das Ehrenamt sehr wichtig: „Ab 1994 habe ich mich in der Kirche engagiert und war Mitglied im Gemeindekirchenrat in Seegefeld. 2008 wurde ich in die Leitung des Kirchenkreises Falkensee berufen. Persönliche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Hauptamt der Kirche und mir veranlassten mich, aus der Kirche auszutreten um mir meinen Glauben zu bewahren. Außerdem engagiere ich mich bei den Lions in Nauen.“

Parallel dazu war Michael Ziesecke Obermeister der Metallbauinnung der Kreishandwerkerschaft und ist seit 2008 Kreishandwerksmeister: „2010 ist uns die Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Rathenow zur großen Kreishandwerkerschaft Havelland gelungen. Dieser Schritt war überfällig und ein Erfolg für uns alle.“

Die Schlosserei Ziesecke ist im Sommer `16 vom alten Standort am Bahnhof Falkensee umgezogen in die Leipziger Straße 58 – seit September läuft der Betrieb in der neuen Halle. Nach der neuen Betriebsstätte wird Michael Ziesecke nun zum 2. Mal Bauherr. Von der Bäckerei bis zur Sparkasse entsteht 2017/18 am Bahnhof ein 76 Meter langer dreigeschössiger Bau. Die Baugenehmigung liegt vor, die Arbeiten laufen an. Ziesecke: „In den neuen Bau zieht das Jobcenter Havelland und die Kunst- und Musikschule Havelland mit einem Proben- und Konzertsaal ein. Jannys Eis wird ein Café eröffnen und ein lang ersehnter Obst- und Gemüsehändler sowie ein Fleischer sollen auch einziehen.“ (Foto/Text: CS)

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