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08.02.2017

Falkensee: Alles neu am Bahnhof

Direkt am Bahnhof Falkensee wird gebaut. Die Familie Ziesecke, die hier früher mit ihrer Schlosserei ansässig war, plant den mehrstöckigen Bau eines Geschäftshauses, das die zurzeit vorhandene Lücke zwischen dem „Lila Bäcker“ an der Bahnunterführung und der Sparkasse am Busbahnhof schließt.

Die Baumaßnahmen haben nach der Beräumung der Fläche im November 2016 begonnen. Das Gebäude aus einem Guss soll im März 2018 vollendet sein. Die neuen Mieter sollen bereits im April 2018 ihre Tätigkeit am Bahnhof aufnehmen können. Dank der besonderen Lage im Zentrum von Falkensee und direkt auf dem Vorplatz zur Bahn wird das neue Gebäude sehr stark frequentiert werden – von den Falkenseer Pendlern und allen, die mit der Bahn kommen und gehen. So finden sich am Standort viele Einrichtungen wieder, die für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind.

Michael Ziesecke: „Der Landkreis Havelland wird mit dem Job-Center und der Musikschule in dem Gebäude präsent sein. Im Erdgeschoss planen wir zurzeit mit einer Fleischerei und einem Imbiss. Ein Café wird kommen und es wird endlich einen Obst- und Gemüsehandel geben. Es gibt bereits konkrete Gespräche mit Anwälten und Arztpraxen, die in die freien Räume einziehen möchten. Wir haben noch Büroflächen von 160 bis 390 Quadratmetern frei, die wir in die Vermietung geben können. 45 Fahrzeuge finden in der Tiefgarage Platz.“

Zum Hintergrund: Die Stadt Falkensee plant schon lange, das Bahnhofsgebiet über ein Sanierungsverfahren neu zu gestalten – mit der Absicht, das Entree der Stadt zu verschönern.

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Michael Ziesecke: „Meine Frau und ich stemmen dieses Projekt gemeinsam. Meine Frau kümmert sich um das Entscheidende – um die Finanzen. Der Architekt Uwe Mangold, der auch schon das neue Bürgeramt in Falkensee gebaut hat, und ich, wir stemmen gemeinsam den Bau. Mit allem, was dazu gehört. So teilen wir uns die zu bewältigenden Aufgaben. Warum ich mir diese Doppelbelastung antue? Wir glauben an die Idee, die Bahnhofsumgebung von Falkensee zu einem modernen Zentrum zu wandeln. Vieles ist nicht mehr zeitgemäß – wie auch unsere alte Schlosserei am Bahnhof. Alles hat seine Zeit – und ich glaube, dass die Zeit reif ist für Neues in unserer Stadt. Man sieht es eigentlich überall. So viele Baukräne, wie wir sie zurzeit in der Stadt sehen, gab es noch nie. Ein Teil davon sein zu dürfen, erfüllt uns mit Demut und Freude.“

Uwe Mangold: „Als Architekt besitze ich die Gabe, dass ich Orte und Plätze nicht nur im Jetzt sehen kann. Ich kann auch Visionen entwickeln, wie etwas in Zukunft aussehen könnte, und herausarbeiten, welche Potentiale an dieser Stelle entwickelt werden können. Als Michael Ziesecke mich 2014 angesprochen hat, um mich für das Bauvorhaben zu gewinnen, war ich sofort ‚Feuer und Flamme‘ für das Projekt. Sowohl als Bürger der Stadt Falkensee wie auch als Planer des Bürgeramts war mir der Ort wohl vertraut. Lange wird in der Stadt über das Zentrum gesprochen, doch nachhaltige Vorstellungen zur Umsetzung liegen nicht vor. Bemerkenswert ist nun bei unserem Projekt, dass hier Bewohner der Stadt es selbst in die Hand nehmen, das Stadtbild aufzuwerten und ihren Beitrag dazu leisten, dass sich ein neues Stadtbild formuliert. An dieser Aufgabe mitzuwirken – einen eigenständigen Teil beitragen zu können – etwas Schöneres kann es für mich als Planer nicht geben. Dafür ist der Beruf des Architekten zu sehr mit Leidenschaft und Idealismus verbunden.“ (Fotos: Architektenpläne/Text: CS)

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