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08.02.2017

Falkensee: Der Schornsteinfeger

Das neue Jahr fängt gerade erst an. Ein wenig Glück im Gepäck kann da wirklich nicht schaden. Und wo bekommt man ganz viel Glück? So geht es: Man muss nur einen Schornsteinfeger berühren! Wie etwa Daniel Konradt (37). Der Dallgower lebt seit 2000 in Falkensee: „Vor allem Leute, die Lotto spielen, fassen mich gern an, um sich ein bisschen Glück einzufangen.“ (ANZEIGE)

Daniel Konradt ist staatlich bestellter und bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger – für einen genau festgelegten Bereich in Falkensee. Vier weitere Bezirksschornsteinfeger sind ebenfalls im Ort unterwegs. Ihre offizielle Aufgabe ist es, zwei Mal in sieben Jahren eine Feuerstättenschau durchzuführen – in den Häusern, die in ihrem abgesteckten Areal zu finden sind.

Dabei handelt es sich um eine verbindliche „hoheitliche“ Tätigkeit, um die sich die Bezirksschornsteinfeger eigenverantwortlich kümmern. Das bedeutet, dass sie sich bei den Hausbesitzern anmelden und dann deren Feuerstätten unter die Lupe nehmen. Auch neu gebaute Heizungen, Kamine und Schornsteine werden vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen.

Bei dieser Begutachtung prüfen die Bezirksschornsteinfeger nicht nur die Emmissionswerte der Heizungen, sondern kontrollieren auch, ob die Energieeinsparverordnung eingehalten wird. Sie betrifft nach und nach nicht nur die neu gebauten Häuser, sondern auch den Bestand. Daniel Konradt: „Bei alten Häusern, die nach 2002 gekauft wurden, muss zwingend eine energieeffiziente Umwälzpumpe verbaut sein. Außerdem müssen Rohrleitungen in unbeheizten Kellerräumen gedämmt werden. Das macht auch Sinn, da bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus bis zu 250 Euro Heizkosten im Jahr gespart werden können, wenn die Rohre isoliert sind.“

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Daniel Konradt hat ab 1995 bei Dieter Rabbach in Falkensee gearbeitet. Seit 2010 hat er seinen eigenen Kehrbezirk in Bad Wilsnack. Zum 31. Januar 2017 geht nun der Falkenseer Schornsteinfeger Karl-Heinz Kotz in Rente. Konradt: „Ich freue mich darauf, wieder in meiner Heimat tätig zu werden und übernehme die Firma von Herrn Kotz mit dem Gesellen René Dominik zum 1. Februar 2017. Ich bin übrigens weiterhin mit ganzer Seele Schornsteinfeger und tauche zur traditionellen Kehrarbeit noch im schwarzen Kehranzug mit Zylinder auf. Höhenangst habe ich zum Glück keine. Der Beruf selbst hat sich aber in den letzten Jahren sehr geändert. Daran müssen wir uns anpassen.“

Zu diesen Änderungen gehören der Ausbau der „sonstigen Leistungen“ des Schornsteinfegermeisters. Diese können von jedem Hausbesitzer gebucht werden: „Ich führe Inspektionen bei Gas- und Ölheizungen durch, bringe Rauchmelder an und kümmere mich um eine effiziente Energieberatung. So können wir mit einer guten Isolierung und einer besseren Einstellung der Heizung viel Geld sparen.“

Bei seiner Arbeit erlebt der Schornsteinfeger so einiges. Konradt: „Wir haben schon Waschbären aus dem Schornstein geholt, riesige Wespennester aufgespürt und brütende Vögel im Ofenrohr gefunden. Auch beim Bau neuer Heizungsanlagen zeigen die Bauherren sehr viel Fantasie – leider unter Umgehung aller Regeln und Gesetze.“ (Text / Fotos: CS)

Info: Schornsteinfegermeister und Energieberatung Konradt, Tel.: 03322-8329992 und 0172-1576141, www.schornsteinfeger-konradt.de und www.energieberatung-konradt.eu

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