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08.02.2017

Falkensee: Jugend in Not

Die Erwachsenen finden die Gartenstadt Falkensee ganz toll. Sie lieben die Ruhe im Grünen, das Beschauliche und die kulturellen Angebote. Aber was ist mit dem Nachwuchs? Immer wieder kommt Kritik auf, dass für die Jugend viel zu wenig geboten wird.

Dabei muss klar gesagt werden: In punkto Sport darf nicht gemeckert werden. Falkensee ist eine wahre Sport-Hochburg. Viele Sportvereine wie etwa der TSV Falkensee, der Motor Falkensee, die Eintracht Falkensee, die FalkenFighter oder der SV Falkensee-Finkenkrug decken mit ihrem Angebot so gut wie alle nur erdenklichen Sportarten ab. Ganz egal, ob es um Basketball, Badminton, Rollsport, Taekwondo oder Fußball geht: Hier kann man sich richtig austoben.

Echte Besonderheiten in Falkensee sind auch das Waldbad in der Salzburger Straße, der Skater-Platz am Rosentunnel oder die BMX-Bahn in der Nähe der Essener Straße.

Wer einen Platz sucht, an dem die Jugendlichen unter sich bleiben, sucht einen der Jugendclubs im Ort auf. Da gibt es den nach einem Brand frisch renovierten „Saftladen“ in der Geschwister-Scholl-Straße, den Jugendclub „Alte Post“ am Bahnhof Finkenkrug und den Jugendclub „Die Brücke“ in der Habichtstraße. Hier kann man mit Gleichaltrigen „abhängen“, aber auch viel unternehmen – kochen, backen, Musik machen oder etwas spielen. Viele Jugendliche nutzen auch das „Interfood“ am Bahnhof Falkensee als Treffpunkt: Bei einem Döner und einer Cola kann man hier bis tief in die Nacht verweilen.

Pascal (13) kennt noch eine Alternative: „Mit meinen Freunden hänge ich gern an der Tischtennisplatte am Asternplatz ab.“ Jaqueline (16) ergänzt: „Ich hänge mit meinen Freunden in der Nähe vom Falkensee Bahnhof ab. Von dort aus laufen wir immer durch ganz Falkensee. Was mir fehlt, ist eine Schwimmhalle. Wir haben zwar ein Freibad in Falkensee, aber wenn schlechtes Wetter ist, können wir dort schlecht hin. Dann müssen wir nach Berlin fahren, um schwimmen zu gehen.“

Aber was ist mit dem Abendprogramm? Alicia (17): „Leider gibt es hier in Falkensee für Jugendliche nicht wirklich viele Möglichkeiten, um abends wegzugehen. Daher trifft man sich meistens bei Freunden oder fährt eben nach Berlin. Klasse wäre eine moderne Bar ab 16 Jahren, in der man sich am Wochenende treffen kann.“

Eine Disco gibt es in der Umgebung nicht mehr, seitdem das Capitol in Finkenkrug nach einer steten Schar sich abwechselnder und schnell wieder scheiternder Betreiber geschlossen hat. Gewünscht wird von vielen Jugendlichen eine Unter-18-Disco, am liebsten in der Falkenseer Stadthalle, was auf Facebook bereits diskutiert wurde, aber wohl an den Kosten scheitern dürfte.

Immerhin gibt es seit kurzem in der Villa Rossa im Dallgower Sperlingshof wieder eine Shisha-Bar, die von den Teenagern ab 18 Jahren genutzt werden kann.

Daniel (20) aus Falkensee bringt es auf den Punkt: „In Falkensee gibt es kein solides Unterhaltungsangebot für die Heranwachsenden. Wir haben uns arrangiert – und fahren nach Berlin. Hier gibt es unzählige Clubs, Festivals, Live-Veranstaltungen, Cocktail-Bars und coole Restaurants. Damit wird Falkensee nie mithalten können. Hilfreich wäre allerdings eine gute Bahnanbindung an Falkensee auch in der Nacht. Oft müssen wir die halbe Nacht durchmachen, bis der erste Zug wieder nach Falkensee fährt.“ (Foto: AE / Text: Franziska Lofing/CS)

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