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28.02.2017

Falkensee: Projekt Schillerallee

Wer in Falkensee in einem eigenen Haus leben möchte, hatte bislang zwei Möglichkeiten – ein bestehendes Haus zu kaufen oder ein neues bauen zu lassen. Die K.O.O.P. Beteiligungs- und Anlagegesellschaft aus Berlin bietet nun eine dritte Möglichkeit an – das gemeinsame Bauen.

In der Schillerallee unweit der Kant-Schule steht ein großflächiges Gelände bereit. Ein Teil wird von der HELMA AG mit 20 eingeschossigen Häusern bebaut. Ein anderer Teil könnte die Basis bilden für ein Projekt, das Falkensee so noch nicht gesehen hat. Bei einer Baugemeinschaft schließen sich mehrere Bauwillige zu einer GbR zusammen, die gemeinsam baut, aber auch haftet. Ziel soll es sein, gemeinschaftlich eine komplette Wohnanlage für maximal 20 Familien erst zu planen und dann auch zu errichten. K.O.O.P.-Geschäftsführer Torsten Birlem: „Zusammen leben heißt in diesem Zusammenhang eben auch Zusammen bauen.“

Der Vorteil für alle Beteiligten: Die oft schwierige Suche nach einem passenden Baugrundstück entfällt. Man lernt schon früh seine zukünftigen Nachbarn kennen. Das eigene Wohnumfeld lässt sich aktiv mitgestalten. Und: Wer nicht so viel Eigenkapital hat, kann durch Eigenleistungen Kosten reduzieren. Dr. Ing. Vanessa Hannewahr (Foto oben): „So kommen auch Familien zu einem Haus, die sich das bislang gar nicht leisten konnten.“ Außerdem lassen sich im Verbund mit 20 Familien auch bessere Kreditkonditionen bei der Bank aushandeln, so wird es von der K.O.O.P. angedeutet.

Noch hat die K.O.O.P. das ausgewiesene Baugrundstück an der Schillerallee noch nicht von der Stadt erworben. Alle Absprachen für den Kauf und auch die Erschließung sind aber wohl schon getroffen, sodass es nun nur noch darum geht, die potenziellen Teilnehmer der „Baugemeinschaft Schillerallee – Falkensee“ ins Boot zu holen.

Recht kurzfristig wurde dafür ein Termin am 28. Februar in der Falkenseer Stadthalle anberaumt. Hier hat die K.O.O.P (www.l-s-h.de) noch einmal ihr Konzept der neugierigen Bevölkerung vorgestellt. Ziel war es dabei, das Interesse vor Ort auszuloten. Unterschriften unter einem wie auch immer gearteten Vertrag sollten an diesem Abend noch gar nicht erhoben werden.

Zwei Pläne zur Ausgestaltung der möglichen Bebauung vor Ort liegen bereits vor, sie sind aber nur eine Diskussionsgrundlage für die späteren Käufer. Ob nun einzeln stehende Häuser oder aber Reihenhäuser mit einem Geschoss oder mehr gebaut werden, steht noch gar nicht fest. Eine interessante Idee, die aus Skandinavien kommt, ist die Einrichtung eines Gemeinschaftshauses für alle Mieter, das für Veranstaltungen, Feiern und gesellige Treffen eingesetzt werden könnte. (Fotos: CS & K.O.O.P./Text: CS)

Nachtrag vom 28. Februar 2017

Am 28. Februar fand das „Interessenbekundungsverfahren“ in der Falkenseer Stadthalle statt. Bürgermeister Heiko Müller und die Experten von der K.O.O.P stellten das Projekt vor, um das Interesse der Falkenseer auszuloten.

K.O.O.P.-Geschäftsführer Torsten Birlem und Dr. Ing. Vanessa Hannewahr präsentierten auf der Leinwand alternative Bebauungsmöglichkeiten und stellten sich recht bald den Fragen der knapp 70 Bürger, die sich nach 18 Uhr in der Stadthalle eingefunden hatten.

Dabei stellte sich schnell heraus, dass es sich bei sehr vielen Besuchern der Veranstaltung um besorgte Bürger handelte, die in direkter Nachbarschaft zum neuen Bauprojekt wohnen und nun Angst vor Nachteilen äußerten: „Noch sehen wir von unseren Gärten aus den Horizont. Baut man uns nun hohe Häuser vor die Nase, dann verkommen unsere Häuser zu einem Hinterhof, in dem uns die Schatten der neuen Häuser die Sonne nehmen.“ – „Wer weiß, wer uns dann mit dem Fernrohr beim Baden im Pool beobachtet.“ – „Die Kantstraße ist jetzt schon völlig überlastet, wie soll das erst werden, wenn jetzt noch ein neues Wohngebiet dazukommt?“

Die Stimmung war teilweise recht aggressiv und aufgeladen. Trotzdem beantworteten der Bürgermeister und auch die K.O.O.P-Experten alle Fragen sehr sachlich. Bürger, die sich für das Bauprojekt selbst interessieren, kamen kaum zu Wort. K.O.O.P.-Geschäftsführer Torsten Birlem: „Bei uns haben sich aber schon sieben Familien telefonisch gemeldet.“ Nach dem zweistündigen Informationsabend hat sich etwa ein Dutzend weiterer Familien in die ausliegenden Info-Verteiler-Formulare eingetragen.

Stefanie Glöger (31) und Jan Köhler (28) wohnen seit anderthalb Jahren in einer Wohnung an der Seepromenade. Ein Kind ist unterwegs, die junge Familie würde sich gern vergrößern: „Wir finden das gemeinschaftliche Bauen und Wohnen toll, das Wir-Gefühl ist uns wichtig. Auch hoffen wir natürlich, dass bei dieser Art des Bauens ein Haus auch für uns erschwinglich ist.“ (Text/Fotos: CS)

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