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11.04.2017

Kino-Filmkritik: Fast & Furious 8

„Fast & Furious“ ist längst zu einem Gold scheißenden Dukatenesel geworden, der mit jedem Teil noch mehr Kohle in die Kassen des Studios spült. Bei Kosten um die 200 Millionen Dollar pro Folge wurde bereits die Milliarden-Dollar-Latte bei den Einnahmen anvisiert – und übersprungen. Also muss es weitergehen – noch wilder, krasser, schneller.

Mit dem 8. Teil und der Prämisse „Die Familie wird zerbrechen“ ist die Jagd auf neue Umsatzrekorde eröffnet. Unter der Hand wird zugleich verbreitet, dass Teil 8 die finale Trilogie der Kinoreihe einläutet.

Dom (Vin Diesel) und Letty (Michelle Rodriguez) genießen eine Auszeit auf Kuba, als Dom von der Dreadlock-Blondine Cipher (Charlize Theron) angesprochen wird. Ein Blick auf ihr Handy reicht aus – und Dom verrät seine ganze Familie, um auf einmal gegen seine alte Gang ein Verbrechen nach dem anderen zu begehen. Cipher ist eine Cyber-Terroristin, die sich dank Doms Hilfe alles unter den Nagel reißt, was benötigt wird, um die Welt zu beherrschen.

Lehnen wir uns kurz zurück und analysieren den 8. Teil mit den Augen eines seriösen Kritikers: Ein Drehbuchautor auf zu viel Red Bull hat in einer wirren Nacht eine Handlung zu Papier gebracht, die an keiner Stelle den Logiktest besteht. Die Stars werden einmal mehr rund um den Globus geschickt, um mit dem Glück der Unsterblichen jede noch so krasse Gefahrensituation ohne Kratzer zu überleben. Globale Computerhacks werden in Sekunden programmiert. Das ist völlig absurd.

Aber: Für den Freund durchgeknallter Action-Movies ist „Fast & Furious 8“ der Heilige Gral der Fast-forward-Unterhaltung. Eine so noch nie zuvor gesehene und zugleich perfekt choreografierte Actionszene nach der anderen haut den Zuschauer förmlich aus seinem Sitz. Da fordert Dom einen Kubaner zum durchgeknalltesten Autorennen von ganz Kuba auf, sausen gehackte Autos wie ein ferngesteuerter Bienenschwarm durch New York und machen Bösewichter mit einem U-Boot Jagd auf schnelle Autos, die über das zugefrorene Meer flüchten. Keine Frage: DAFÜR ist Kino gemacht.

Und dann dieser Cast. Kurt Russell taucht als cooler Regierungsbabbo Mr. Nobody auf. Jason Statham spielt wieder den grimmigen Deckard Shaw. Dwayne Johnson lässt als Hobbs die Muskeln spielen. Und Scott Eastwood darf sich als Greenhorn jede Menge fieser Sprüche anhören. Das ist Buddy-Action auf höchstem Niveau, feingetunt durch die Wir-sind-Familie-Religion der Fast&Furious-Reihe. Cool: In Sachen Humor legt der Streifen auch noch eine Schippe drauf. 2 Stunden 16 Minuten lang darf man sich in der Welt der röhrenden Motoren aufhalten. Top-Kino. (CS / Bilder: Universal & Matt Kennedy)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6A8aSTPeQKM

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