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31.07.2017

2. Comedy Night in Spandau

Das ging ja schnell. Kaum einen Monat nach dem Debut lud Jochen Prang bereits zum zweiten Mal zur Spandauer Stand Up Comedy Night in das Ballhaus Spandau ein. Der Star FM Moderator durfte sich freuen: Bei der Fortsetzung fanden sich deutlich mehr Zuhörer im bestuhlten Ballhaus-Saal ein. (ANZEIGE)

Das Konzept der „besten“ (weil einzigen) Stand Up Comedy Night in Spandau: Der „Prangster“ bringt bei jedem Mal drei neue Comedians mit, die einen ganzen Abend lang einen krassen Scherz nach dem anderen auf das Publikum loslassen, das derweil von der Bar mit frischen Getränken versorgt wird.

Am 18. Mai waren Anne Kraft, Passun Azhand und Bastian Block mit an Bord. In zwei Blocks brachten sie ihr Programm an den Mann. Jochen Prang alias „der Prangster“ kümmerte sich um die Moderation, probierte aber auch gleich seine eigenen Scherze aus. Die Spandauer erwiesen sich einmal mehr als lachfreudiges und interaktives Publikum, an dem auch politisch völlig unkorrekte Nummern auf einen dankbaren Nährboden fielen.

Passun Azhand hatte Heimvorteil in Spandau. Der Afghanistan-Flüchtling ist in Spandau aufgewachsen – „in einer Zeit, als es nur eine Florida-Eis-Filiale gab“. Inzwischen hat er seine zweite Flucht angetreten – nach Kreuzberg an den Cotti, „wo der größte Ausdruck von Romantik darin besteht, dass sich zwei Junkies die Nadel teilen“. Trotzdem denkt er gern an seine Jugend zurück: „Ich war ja Afghanistan-Flüchtling in den Neunzigern, als die Leute noch mehr Angst vor einem Ossi als vor mir hatten.“

Ein „Antidepressivum auf zwei Beinen“ ist die Berlinerin „Anne Kraft“, die ihr erstes Programm „Würde – ist für mich nur ein Konjunktiv“ genannt hat. Mit einer herrlichen Mimik und einem strahlenden Lachen erzählte sie von Schönheitsoperationen, dreckigem Sex, den Demütigungen beim kostenlosen Schminken im Kaufhaus und den Freuden einer kinderlosen Frau, die ihre Eier im Kühlschrank konserviert.

Aus Hamburg reiste Bastian Block an. Er referierte äußerst anschaulich über das Älterwerden. Als Über-Vierzigjähriger seien ja sämtliche MILFs seiner Kindheit schon längst verstorben. Dafür mache er jetzt aber Kampfsport: „Der erste, der im Bus für mich aufsteht, kriegt was auf die Fresse“. Und beim Spaghetti-Kochen muss er neuerdings immer weinen, „weil diese Nudeln ganze neun Minuten lang hart bleiben können.“

Das Publikum freute sich vor allem über die vielen sexuell anzüglichen Pointen, die den Abend über im Sekundentakt abgefeuert wurden. Insofern passte der politische Exkurs von Bastian Block überhaupt nicht ins Programm, der einen ansonsten sehr gelungenen Abend beschloss.

Nach einer Sommerpause soll es nun im September mit dem Stand Up Programm weitergehen. Bei einem Eintrittspreis von nur zehn Euro kann man mit einem Besuch nichts falsch machen. Die ersten beiden Stand Up Comedy Nights wussten voll zu überzeugen. (Fotos/Text: CS)

Info: Ballhaus Spandau, Dorfstraße 5, 13597 Berlin, Tel.: 030-364 333 14, www.Ballhaus-Spandau.club

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