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31.07.2017

Aktion in Falkensee: 100 Linden dürfen nicht schwinden!

Im nächsten Bauabschnitt zum Ausbau der Spandauer Straße in Falkensee sollen 100 alte Linden gefällt werden. Eigentlich müssten aber gar nicht alle Bäume weichen, sagen die Naturschützer und fordern „eine sinnvolle Planung des Straßenausbaus unter Beibehaltung eines größtmöglichen Anteils der alten Allee-Bäume“.

Zum entsprechenden „Bürgerbündnis 100 Linden“ haben sich u.a. die BISF, die Baumschutzgruppe Finkenkrug, die Bürgerinitiative für die Rechte aller Tiere, die BI Moosbruchheide, der BUND Ortsgruppe Falkensee und die Lokale Agenda 21 Falkensee zusammengeschlossen.

Am 17. Juni rief das Bürgerbündnis zur ersten gemeinsamen Demo und Kundgebung in der Spandauer Straße auf. Rund 300 Naturfreunde folgten dem Ruf, schwenkten Schilder, unterschrieben eine Petition, suchten das Gespräch mit den Fachleuten und nahmen Prospekte mit.

Bewegung kam in die Demonstration, als die Radtour der Stadtverordnetenversammlung Halt in der Spandauer Straße machte. SVV-Vorsitzende Barbara Richstein (CDU) ließ sich nicht lange bitten und übernahm das Megafon. Sie stellte klar: „Hier baut die Stadt Falkensee nicht selbst, das ist Landessache. Wir nehmen die Sorgen des Bürgerbündnisses aber trotzdem ernst, deswegen sind wir hier, um Argumente auszutauschen. Wir werden hier und jetzt aber keine Entscheidung treffen.“

Auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller sagte einige Worte: „Falkensee ist unvorstellbar ohne Kontakt zu Spandau. Es ist jetzt wichtig, diese Lebensader der Stadt zukunftssicher zu machen. Zur Zeit ist die Spandauer Straße zu eng. Es wird wieder eine Allee entstehen – dreireihig vom Kreisverkehr bis zur Stadtgrenze.“

Günter Chodzinski von der Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) mag keine 20 bis 30 Jahre warten, bis die geplanten Nachpflanzungen wieder die aktuelle Höhe der Linden erreicht haben. Er kündigte an: „Herr Bürgermeister, Sie tun ja so, als ob alles schon entschieden wäre. Dem ist aber nicht so. Wir vom Bürgerbündnis haben jetzt einen Anwalt eingeschaltet, wir haben das Land selbst angesprochen, wir verlangen Akteneinsicht, wir werden mit der Unteren Naturschutzbehörde reden und wir fordern ein Mediationsverfahren.“

Juliane Kühnemund von der Baumschutzgruppe Finkenkrug: „Schon jetzt werden über 2.000 Bäume pro Jahr in Falkensee gefällt, aber nur 1.000 nachgepflanzt. Das macht sich mittlerweile bemerkbar!“ (Fotos / Text: CS)

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