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31.07.2017

Kino-Filmkritik: Baywatch

Von 1989 bis 2001 interessierten sich alle männlichen Teenager, Erwachsenen und Senioren zwischen 14 und 80 Jahren auf einmal sehr für die Rettungsschwimmer von Malibu. Denn nur in der kultigen Fernsehserie „Baywatch“ mit David Hasselhoff in der Hauptrolle liefen wunderschöne Frauen mit großer Oberweite in knappen roten Badeanzügen über den Strand …

– in einer Zeitlupe, die nicht laktierendes Milchdrüsengewebe aus nächster Nähe minutenlang beim Wippen zeigte. Und das 243 Folgen lang.

Nun ist die Baywatch-lose Zeit endlich vorbei und neue Generationen können sich ohne schlechtes Gewissen an der typischen Baywatch-Rezeptur vergnügen. Im Kinofilm schlüpft Muskelmann Dwayne Johnson in die Rolle von Mitch Buchannon, der die coolen Rettungsschwimmer von Miami Beach anführt. Die Sommersaison steht vor der Tür: Neue Rekruten müssen angeworben werden. Ausgerechnet der Olympia-Schwimmer Matt Brody (Zac Efron) soll ins Team aufgenommen werden, auch wenn der arrogante und egozentrische Poser so gar nicht zur Crew passt. Die alten und neuen Rettungsschwimmer haben aber nicht lange Zeit, sich zusammenzuraufen, denn synthetische Drogen überschwemmen den Strand. Und Mitch Buchannon fühlt sich berufen, die Arbeit der Polizei zu machen.

Regisseur Seth Gordon lässt sich ganze 117 Minuten lang Zeit, um dem Baywatch-Franchise neues, modernes Leben einzuhauchen – was ihm gelingt. Viele Minuten dieser Zeit werden allerdings wieder den beliebten Zeitlupenszenen herangezoomter Weiblichkeit geopfert. Schließlich gibt es mit Summer (Alexandra Daddario) und C.J. (Kelly Rohrbach) einmal mehr wunderschöne Frauen, die sich anhimmeln lassen.

Baywatch überzeugt als Film aber auch mit einer sensationellen Bad-Taste-Komik. Frivole Scherze, gelungene Sprüche, tolle Buddy-Interaktionen, heiße Mädelansichten und eine Menge solider Actionszenen sorgen für eine perfekte Unterhaltung, die vor allem Kenner und Connaisseure der alten TV-Serie bestens amüsieren, zumal David Hosselhoff und Pamela Anderson dankbare Cameo-Auftritte haben. Nur – die Rahmenhandlung ist einfach unsäglich dünn. Da hätte der am 1. Juni startende Film deutlich mehr Engagement im Drehbuch verdient. (CS / Bild: Paramount Pictures Germany GmbH)

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