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31.07.2017

Kino-Filmkritik: Piraten der Karibik 5

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) ist wieder da. Im fünften Teil der irren Piratensaga „Salazars Rache“ gibt Jack seinen magischen Kompass aus der Hand – mit fatalen Folgen. Der Geisterpirat Salazar (Javier Bardem) entkommt mit seiner Mannschaft dem magischen Gefängnis auf dem Grund des Bermudadreiecks – und macht Jagd auf Jack, um ihn aus Rache abzumurksen.

Beim Aufspüren des überschminkten Piraten soll ausgerechnet Captain Barbossa (Geoffrey Rush) behilflich sein. Für Jack Sparrow, Will Turners Sohn Henry (Brenton Thwaits) und die junge Astronomin Carin Smyth (Kaya Scodelario) gibt es nur eine Chance, den Ansturm der fiesen Geister zu überleben: Sie müssen den Dreizack des Poseidon finden.
Der neue „Fluch der Karibik“, von den Regisseuren Joachim Rønning und Espen Sandberg betreut, ist 153 Minuten lang und soll in der Produktion 350 Millionen Dollar gekostet haben.

Das merkt man. Der fünfte Teil ist ex­trem bildgewaltig und bietet sensationelle Actionszenen an Land und erst recht auf dem Wasser. Hier hat man richtig etwas aufgefahren, um dem Zuschauer die bestmögliche Kinounterhaltung zu bieten. Schade ist, dass die Story, die unter den beeindruckenden 3D-Effekten liegt, so gravierende Logiklöcher aufweist. Aber: Dass am Ende der Storybogen um den verfluchten Will Turner (Orlando Bloom) eine Auflösung findet, ist für die Fans natürlich eine Herzensangelegenheit.

Ein Jammer: „Salazars Rache“ ist einfach zu brav. Die Actionszenen wirken oft so, als hätte man beim Dreh schon im Kopf, wie man sie im Freizeitpark später per Achterbahn oder Bootstour nachstellen kann. Und der schöne Grusel, der durch die halbzerfallenen Geisterpiraten heraufbeschworen wird, packt einen am Ende doch nicht an der Gurgel, weil die Produzenten stets und immer an die kleinen Kinder unter den Zuschauern denken, die zwar geschüttelt, aber nicht zu Tode geängstigt werden dürfen.

So vereint „Salazars Rache“ alle Komponenten für einen tollen Film, lässt aber Seele vermissen. Dieser Film in einer ernsten Ab-16-Version, das wäre etwas! Schade auch, dass Jack Sparrow im Film zum passiv-torkelnden Slapstick-Poser verkommt: Für die Action sorgen andere. (CS / Bild: © Disney Enterprises, Inc.)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK: ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=b_agYvhBWqU

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