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31.07.2017

Was soll mit der alten Falkenseer Stadthalle passieren?

Die alte Stadthalle direkt am Eingang zum Gutspark wird nicht mehr benötigt. Seitdem die neue Stadthalle am 1. April 2016 eröffnet wurde, steht der funktionale Bau aus den 80er Jahren entgültig leer. Klar ist: Er soll abgerissen werden. Unklar war: Was soll stattdessen an dieser Stelle gebaut werden?

Nachdem die Stadt Falkensee mit der Hilfe eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens einen Interessenten gefunden hat, der sich um das Areal kümmern möchte, wurde von diesem Investor ein Wettbewerb ausgelobt. Sechs Architektenbüros sollten Vorschläge unterbreiten, wie man das Gelände mit Wohnungen und mit kleinen Läden entwickelt, zugleich aber den freien Platz an der Bahnhofstraße erhält. Drei Büros hatte der Investor zum Wettbewerb geladen, drei die Falkenseer Stadtverordnetenversammlung.

Die Bürger hatten die Gelegenheit, sich alle Entwürfe auf großen Wandplänen und in Form von 3D-Modellen anzuschauen: Am 10. Juni hatte man alles im Rathaus aufgebaut. Viele interessierte Falkenseer nutzten die Möglichkeit und diskutierten die verschiedenen Entwürfe. Am Ende bekam Entwurf 2 die meisten Stimmen der Bürger. Just dieser Entwurf wurde am 13. Juni auch vom neunköpfigen Preisgericht der Stadt zum Sieger gekürt. Die Überraschung: Der Gewinner des Architektenwettbewerbs stammt aus Falkensee. Der Falkenseer Jörg H.A. Gaebel hat eine Architektengemeinschaft mit dem Berliner Büro der Architektoniker (mit Dipl. Ing. Winnie Berger und M.Sc. Anja Neupert) gebildet. Der Grundgedanke des gemeinsamen Entwurfs basiert auf einer aufgelockerten und lichtumfluteten Gebäudekubatur, die eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner und auch Besucher schaffen soll. Zwischen den einzelnen Gebäudekörper entsteht ein Plateau über dem Erdgeschoss, das zudem spannende Sichtbezüge zum historischen Dorf­anger und zum Gutspark bietet. Die Räumlichkeiten im Grundgeschoss stehen dem Einzelhandel zur Verfügung, während in den darüber liegenden Geschossen Wohnungen entstehen sollen.

Damit steht das Ergebnis aber noch nicht final fest. Der Siegerentwurf wird dem Hauptausschuss vorgestellt. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet dann, ob und wie der Entwurf tatsächlich umgesetzt wird. Dazu muss der Bebauungsplan F 17 A „Zentrum Campus“, in dem sich das Wettbewerbsgebiet befindet, so geändert werden, dass die Umsetzbarkeit planungsrechtlich sichergestellt wird. Auch, um vor Ort eine Tiefgarage bauen zu können.

Dipl. Ing. Jörg H.A. Gaebel von der Architektengemeinschaft aus der Friedrich-Engels-Allee 84 freut sich über den Gewinn ihres Entwurfs: „Ich muss noch einmal ganz klar betonen, dass dies keine Einzelleistung von mir war, sondern dass wir als Architektengemeinschaft aufgetreten sind. Wir stehen für eine moderne, schicke und mit viel Aufenthaltsqualität versehene Darstellung mit lichtumflutender Gebäudestruktur. Die Durchblicke durch die einzelnen Häuser waren das besondere Anliegen der Architektengemeinschaft, um die lockere Bebauung besonders zu betonen. Der Einfluss von Winnie Berger und Anja Neupert ist unfehlbar in der Mitgestaltung zu erkennen.“ (Text/Foto oben: CS / Foto unten: Architektengemeinschaft)

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