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31.07.2017

Who is Who in der Region (30) – Udo Appenzeller (Falkensee)

Wer ist eigentlich …? Unser „Who is Who“ möchte die besonderen Personen in unserer Stadt kurz vorstellen und sie so der Bevölkerung noch näher bringen. Udo Appenzeller (65) ist Abgeordneter im Kreistag Havelland, Stadtjäger in Falkensee und Vorsitzender im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr von Falkensee.

Udo Appenzeller wurde am 5. September 1951 in Oberhausen bei Düsseldorf geboren, also mitten im Ruhrgebiet. Hier ist er aufgewachsen, hier hat er das Abitur abgelegt. Sein großer Wunsch – Förster werden: „Aber davon haben mir alle abgeraten. Es gäbe zu viele Förster, da hätte ich keine Aussicht auf Erfolg. Mein zweiter Berufswunsch war Apotheker.“

Udo Appenzeller verpflichtete sich damals für 12 Jahre bei der Bundeswehr, um dann von 1974 bis 78 in Frankfurt/Main Pharmazie zu studieren. Bis 1982 hing Appenzeller noch ein Studium der Lebensmittelchemie am gleichen Standort und in Münster an.

Als promovierter Apotheker und staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker stand Appenzeller anschließend der Bundeswehr zur Verfügung: „In Bramstedtlund bei Flensburg hatte ich meine erste Verwendung – als Depotkommandant und Apothekenleiter. Mein Dienstgrad: Oberstabsapotheker (Major). Von 1988 bis 91 war ich erstmals im Ausland stationiert – als Apothekenleiter in Nivelles bei Brüssel. Das war eine wunderschöne Zeit, auch für die ganze Familie. Wir haben uns viel von der Mentalität der französisch sprechenden Belgier angenommen. Anschließend war ich in Potsdam beim IV. Korps als Korpsapotheker (Oberstleutnant) tätig.“

Nach der Wiedervereinigung 89/90 half Udo Appenzeller bei der Zusammenführung von Bundeswehr und Volksarmee: „Als Korpsapotheker war es meine Aufgabe, die Sanitätseinrichtungen der NVA mit denen der Bundeswehr abzugleichen und auf einen gemeinsamen Status Quo zu bringen. Damals bin ich sehr viel gereist im gesamten Ost-Gebiet, auch, um Fortbildungen für die Apotheker durchzuführen.“

Von dort aus erfolgte der Wechsel zum Zentralen Institut des Sanitätsdienstes im ehemaligen Volkspolizeikrankenhaus in Berlin-Mitte – als Leiter der lebensmittelchemischen Untersuchungen: „Von 1995 bis 2001 habe ich also erstmals in meinem Studienfach als Lebensmittelchemiker gearbeitet. Es ging hier u.a. um die Untersuchung der täglichen Verpflegung der Soldaten.“

Von dort aus ging es zurück nach Potsdam zur Henning-von-Tresckow-Kaserne zum Einsatzführungskommando. Hier erfolgte auf Anregung eines 3-Sterne-Generals die Wahl in den Personalrat und die Freistellung vom aktiven Dienst von 2002 bis zum Antritt des Ruhestands in 2013.

Bereits 1992 hat Udo Appenzeller für seine Familie ein Haus in Falkensee gebaut. Im Havelland geht er weiter seiner Passion als Jäger nach: „Ich habe bereits mit 15 Jahren meinen Jagdschein gemacht und ihn ausgehändigt bekommen, als ich 16 wurde. Seitdem habe ich ununterbrochen Jagdscheine gelöst – 50 Mal in Folge. Seit 16 Jahren bin ich Jagdpächter des genossenschaftlichen Jagdbezirkes Falkensee ‚Teufelsbruch‘. Als Stadtjäger sorge ich dafür, dass die Wildschweine geschossen werden, wenn sie sich in Falkensee zu sehr ausbreiten. Und ich berate die Bürger, was sie tun müssen, um das Eindringen des Wildes in ihre Grundstücke zu verhindern. Als Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes tue ich auch viel für die Öffentlichkeitsarbeit.“

In der SPD ist Udo Appenzeller seit seinem 16. Lebensjahr. Von 1993 bis 2013 war er Fraktionsvorsitzender der Partei in der SVV Falkensee und Mitglied des Hauptausschusses. Verschiedene Gründe sorgen dafür, dass Appenzeller sich aus der aktiven Politik in Falkensee verabschiedet. Er ist aber weiterhin Vorsitzender im Kreisausschuss im Kreistag Havelland und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag sowie Mitglied im Jugendhilfeausschuss.

Udo Appenzeller: „Ich interessiere mich für Autos, lese gern gute Bücher und bin Sternbild Jungfrau (chinesisch: Hase). Viel Spaß macht mir auch meine Tätigkeit als Vorsitzender im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Falkensee.“ (Foto/Text: CS)

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