Anzeigenzeitung für Falkensee, Schönwalde, Brieselang & Dallgow-Döberitz - 03322-5008-0 - info@falkenseeaktuell.de

25.08.2017

Madagaskar feiert in Falkensee!

Vor der Botschaft von Madagaskar in Falkensee standen am Samstag, dem 24. Juni, deutlich mehr schwarze Diplomaten-Limousinen, als dies sonst der Fall ist. Florence Isabelle Rafaramalala hatte passend zum 57. Unabhängigkeitstag des zweitgrößten Inselstaates der Welt zu einem farbenfrohen Fest in den Garten der Botschaft an der Seepromenade eingeladen.

Da zurzeit noch kein neuer Botschafter für Deutschland benannt ist, fungiert die seit einem Jahr in Falkensee arbeitende Geschäftsträgerin als Vertretung und als ranghöchste diplomatische Instanz vor Ort.

Ein wichtiger Hinweis: Der Unabhängigkeitstag von Frankreich wird eigentlich am 26. Juni gefeiert – aber das wäre ein Montag gewesen und somit ein ungeeignetes Datum für das Fest.

Vor Ort hatten die zwölf Botschaftsangestellten alles für ein fröhliches Fest vorbereitet. Eingeladen waren viele diplomatische Freunde, die Familien der Botschaftsmitarbeiter, aber auch einige Falkenseer. Etwa Evelina Jenczewski als Leiterin der Kita Nesthüpfer aus Finkenkrug: „Die Botschaft hat letztens unser Sommerfest besucht, da ging es für die Kitakinder um das Thema Afrika. Die Botschaftsmitarbeiter haben ihr Land vorgestellt und die Kinder waren sehr begeistert, eine andere Nation so hautnah kennenlernen zu können. Wir waren übrigens die erste Kita, die Kontakt zur Botschaft aufgenommen hat.“

Sven Steller als 1. Vorsitzender vom Fußballverein SV Falkensee-Finkenkrug e.V., war in geheimer Mission vor Ort: „Es gab schon einmal ein Freundschaftsspiel zwischen Madagaskar und Falkensee, das ist aber schon wieder ein paar Jahre her. Ich würde den Kontakt gern wieder aufleben lassen und eine neue Begegnung auf dem Fußballrasen organisieren. Das wäre sicherlich ein toller Spaß für alle Zuschauer.“

Auch Luise Herbst, in Falkensee Beigeordnete und Dezernentin für das Bürgeramt und die Ordnungs- und Schulverwaltung, nutzte die Chance, sich das rot-weiß-graue Botschaftsgebäude anzuschauen und das Fest auf sich wirken zu lassen. Sie lauschte den auf Französisch gehaltenen Reden der Diplomaten aus Madagaskar und Deutschland – und verstand auch alles: „Ich spreche ganz gut Französisch. Dass wir in Falkensee eine Botschaft haben, ist etwas ganz Besonderes für uns. Ich habe heute sehr viel gelernt über die Beziehungen zwischen Deutschland und Madagaskar. Wirklich bemerkenswert finde ich, wie sehr sich die Botschaft bemüht, sich vor Ort in Falkensee zu engagieren und zu integrieren. Das ist angesichts der Nähe zu Berlin alles andere als selbstverständlich. Darüber hinaus denke ich, dass Madagaskar auch als Urlaubsland immer interessanter wird.“

Auf dem Fest gab es mehrere Stationen mit typisch madagassischem Essen, das von den Besuchern sehr gut angenommen wurde. An vielen Ständen konnten die Besucher außerdem typische Waren aus Madagaskar bestaunen und auch käuflich erwerben, darunter farbenfrohe Hüte aus Stroh, Besteck aus Naturmaterialien, Schmuck und Dekoartikel sowie bunte Kleider vor allem für die Kinder.

Faniry Rosoanaly war extra aus Berlin angereist, um ihre Landsleute an den Ständen zu unterstützen: „Wir Madagassen lieben es bunt und sommerleicht. Ganz in diesem Sinne folgt auch unsere Mode diesem Motto.“

Zwischen viel interessantem Small Talk ohne jegliche Berührungsängste blieb aber auch noch Zeit für die hohe Politik. Der Chor der Falkenseer Erich-Kästner-Grundschule eröffnete die Feierlichkeiten mit der in der Nationalsprache gesungenen Nationalhymne. Anschließend lobte Florence Isabelle Rafaramalala die wachsenden Beziehungen zwischen Deutschland und Madagaskar.

Ihr folgte Andreas Jahn als Parlamentarischer Referent des Bundestagsabgeordneten Johannes Selle auf das Rednerpult: “Wir streben eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Madagaskar an, um der wirtschaftlichen Entwicklung Madagaskars Form und Gestalt zu geben. Es gilt, die extreme Armut vor Ort zu bekämpfen und gerade den jungen Menschen eine Perspektive für ihr Leben zu geben. Wir müssen Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auflegen.“ (Fotos/Text: CS)

Seitenaufrufe: 132

Unsere Schwestern­zeitung

ZEHLENDORF.aktuell

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige