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19.08.2007

Zu Besuch im Waldbad Falkensee

waldbadZum Baden springt der Falkenseer gern in den Falkenhagener See. Oder er besucht das Waldbad, das bei dem schönen Sommerwetter dafür sorgt, dass in der sonst so ruhigen Salzbur­ger Straße zurzeit wieder das Leben tobt.

Wer sich als frisch nach Falkensee Ge­zogener über das moderne und noch so „neu“ aussehende Freibad freut, sollte trotzdem auch den Blick zurück riskieren. Denn das Waldbad hat seine ganz eigene Geschichte. Bereits in den Dreißiger Jahren wurde es für die Siemens-Arbeiter gebaut, die in der Werkssiedlung wohnten und einen Ort der Erholung in der direkten Nähe brauchten. Später war das Wald­bad natürlich für alle Bewohner im Ort Falkensee die erste Anlaufstelle, wenn es darum ging, sich bei allzu warmem Wetter abzukühlen.

Die Technik der ganzen Anlage war allerdings Mitte der Neunziger so weit heruntergekommen, dass die damali­gen Betreiber das Wasser bereits je­den Monat einmal komplett austau­schen mussten.

Als sich die Krise zuspitzte, über­nahm die Gegefa das Waldbad im Erbbaurecht und investierte drei Jahre, um das Bad mit Fördermitteln komplett zu sanieren und auf einen modernen Stand zu bringen. Inzwischen kümmert sich die neu gegründete Gegefa Wald­bad GmbH als Betreiber um den Standort, der erst seit dem Supersom­mer 2003 wieder allen Badelustigen zur Verfü­gung steht. Zum Waldbad gehört ein großes Schwi­mm­bad mit einer riesigen und sehr breiten Metallrut­sche, die natürlich vor allem bei den Kindern und Jugendlichen bestens an­kommt. Getrennt durch einen Sicht­schutz gibt es auch noch ein ultraflaches Kleinkinderbecken, das für die kleinsten mitgebrachten Ge­schwister das hemmungslose Plant­schen ohne Gefahren erlaubt. Eine große Liegewiese im Grünen lädt alle Besucher dazu ein, sich auf mitgebrachten Handtüchern auszuruhen und „einfach so“ den Tag verstreichen zu lassen.

Da die Einnahmen dank der moderaten Preise noch immer nicht ausreichen, um das Waldbad auf eigenen Füßen stehen zu lassen, bezuschusst der Ort Falkensee die Anlage übrigens großzügig mit bis zu 150.000 Euro im Jahr. Die an Spit­zenwochenenden bis zu 1.500 Besucher am Tag freuen sich über diese „Subventionierung“. Kinder zahlen zurzeit 50 Cents pro Stunde, Erwachsene einen Euro. Gäste mit Schwimmflossen zwischen den Fingern greifen zur Tageskarte (4 Euro pro Kind, 8 Euro für jeden Erwachse­nen) oder investieren gleich in eine Monatskarte (25 Euro pro Kind, 50 Euro pro Erwachsenen).

Das Bad selbst ist von 9 bis 20 Uhr geöffnet und das an jedem Tag in der Woche. Vor 9 Uhr sind oft schon die Schulklassen vor Ort, die im Bad ihren Schwimmunterricht absolvieren. Angst vor kaltem Wasser muss bei diesen Außentemperaturen niemand haben. Geschäftsführerin Margit Piatyszek: „Gestern abend haben wir um 20 Uhr noch 23,5 Grad Wasser­tem­pe­ratur gemessen. Trotzdem: Wir diskutieren zurzeit darüber, das Wasser vorzuwärmen und sind auf der Suche nach einem entsprechenden Geldgeber.“
Und noch mehr passiert rund ums Waldbad. Von den Gegefa-Häusern aus gibt es ab sofort einen Bus-Shuttle, der von der Habichtstraße 7 aus startet. Der Bus hat Platz für acht Personen und soll vor allem Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit eröffnen, auch ins Waldbad zu gelangen. Die Benut­zung des Shuttles kostet einen Euro pro Person.

Kontakt: Waldbad Falkensee, Salzbur­ger Straße 59, 14612 Falken­see, Öffnungsz. tägl. 9-20 Uhr

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