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24.08.2007

Mückenalarm!

MueckeBzzzzzzzz. Nach den lang anhaltenden Regentagen ist es endlich wieder warm in Falkensee. Die meisten Be­wohner haben allerdings Probleme da­mit, ihren Garten oder ihre Wohnung in den späten Abendstunden auch wirklich zu genießen. Mückenschwär­me in nie gesehenem Ausmaß schicka­nieren die Bewohner Falkensees und bringen sie mit ihrem Gesumme sogar um die wohlverdiente Nachtruhe.

Oft sitzen abends schon Dutzende Stechmücken auf den Fenstern und warten darauf, dass endlich gelüftet wird. Schon sind sie im Haus angekommen und wähnen sich im Fast-Food-Restaurant für hungrige Insekten. Von den Hausherren müssen sie dann zur nächtliche´n Stunde mit dem Latschen oder mit dem Kissen gejagt werden.

Klarer Fall. Der milde Winter hat viel zu viele Mücken überleben lassen. Die lang anhaltenden Regentage Anfang Juli haben noch dazu dafür gesorgt, dass sich die Mückenlarven in den anschwellenden Gräben, Gartentei­chen und auch in so manch einer flachen Pfütze unbedrängt haben ver­mehren können. Maximal zehn Tage braucht eine Mücke vom Ei zur flie­genden Nervensäge. In den Regen­tagen haben sich noch dazu die Frö­sche verkrochen, sind die Libellen nicht auf Jagd gegangen und waren auch die Vögel wenig aktiv. So konnte die Natur nicht im Alleingang dafür sorgen, die Mückenzahl zu begrenzen. Wir zahlen nun mit unserem Blut für diese Unter­lassungssünde.

Unzählige Arten verschiedener Stechmücken sind zurzeit unterwegs. Mücken ernähren sich normalerweise – und das wissen die meisten Menschen gar nicht – von Pflanzensäften und vom Blumennektar. Das Problem ist, dass diese Nahrungsquellen alle kein Ei­weiß enthalten. Das brauchen die Weib­chen aber nach der Befruchtung für die Ausbildung der Eier. Eine Blutmahlzeit versorgt das Weibchen demnach mit den wertvollen Stoffen und sorgt so für den Fortbestand der Art. Dieser Fakt ist vor allem für die Män­nerwelt wie Balsam auf die Seele: Männliche Mücken stechen demnach nicht und haben nicht einmal einen entsprechend ausgeprägten Stechrüs­sel.

Gegen die Mücken helfen spezielle Zitronella-Kerzen, wie sie in jedem Drugstore zu haben sind. Andere biologisch unbedenkliche Duftverströ­mer arbeiten mit Sandelholzaromen. Auch unter einem Wallnußbaum soll es keine Mücken geben. Besonders sicher sind preiswert zu erwerbende Mückenfallen, die die Insekten mit ultravioletter Strahlung anlocken und sie dann gegen ein Drahtgitter fliegen lassen, das unter Strom steht. Dann verbrutzeln sie und die Bedrohung ist vorbei. Es gibt inzwischen sogar Lebendfallen für zarte Gemüter, die Mücken mit einem UV-Licht anlocken und sie dann mit einem Ventilator in einen Beutel saugen, der sich im Freien wieder ausleeren lässt. Für die meisten Mückengeplagten ist das freilich keine Option: Sie befinden sich im Krieg gegen das sechsbeinige und blutrünstige Mückenvolk.

Wichtig ist freilich noch eins: Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, der Gegner hat zu viele Mannen. Gegen die Stiche helfen aufgelegte rohe Kartoffel- und Zwiebelscheiben. Auch Essig gilt als Hausmittel. Da der Juckreiz von in die Wunde eingespritzten Antige­rin­nungs­enzymen der Mücke hervorgerufen wird und diese Proteine bei Hitze schnell zerfallen, hilft es auch oft, eine heiße Tasse Tee oder Kaffee an die juckende Stelle zu halten.
Ein Blick nach vorn offenbart Schlimmes. Ab August wird die Mücken- von der Wespenplage ab­gelöst. Und die Stiche der Wespe sind dann doch noch um einiges schlimmer.

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