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01.12.2007

Kino-Premiere: American Gangster

americanAnfang der Siebziger hatten die Ita­liener die New Yorker Drogenszene fest in ihrer Hand. Das ändert sich, als der besonnene Frank Lucas aus Har­lem an die Macht kommt. Ener­gisch, gewalttätig und mit Prinzipien kauft er das Heroin direkt von der Quelle in Asiens Goldenem Dreieck ein. Wie gut, dass Krieg herrscht. Die Drogen schmuggelt er in den Särgen der gefallenen Amerikaner in die Staaten.

Geschickt vergibt er wichtige Posten in seinem Drogen­imperium nur innerhalb der Familie – und lässt am Ende sogar die Mafia für sich arbeiten. Schon bald ver­dient Lucas eine Million Dollar – am Tag. Doch wer hoch steigt, fällt auch tief. Neider trachten ihm nach dem Leben und mit Richie Roberts hängt ihm der einzige Bulle der Stadt auf den Fersen, der sich nicht beste­chen lässt.

Ridley Scott hat seinen 157 Minuten langen Gangsterfilmen nach einer wahren Begebenheit gedreht. Der bis in die Nebenrollen extrem gut besetzte Gangsterstreifen hat echte Oscar-Qualitäten. Denzel Washing­ton („Training Day“) spielt alle seine Kollegen grandios an die Wand, was sich Russell Crowe als Richie gern gefallen lässt. Für Crowe war es nach „Gladiator“ und „Ein gutes Jahr“ übrigens die dritte Zusammen­arbeit mit dem Kultregisseur, die vier­te ist gerade abgekurbelt wor­den.

Wir von den Premierenguckern wa­ren sehr angetan von der extrem guten Story des Films. Klar: Sie ist der Wirklichkeit nachempfunden. Trotz­dem: Nachdem wir so viele Filme mit dummen und unlogischem Drehbüchern gesehen haben, tut ein bisschen Qualität wirklich gut. Der zweite Pluspunkt ist Schauspieler Den­zel Washington, der böse Cha­rak­tere ebenso glaubhaft darstellt wie gute – und hier zu völlig neuen Höchstformen aufläuft. Für uns die beeindruckendste Leistung des Jah­res. Die immer wieder plötzlich aus­gelebte Gewaltbereitschaft des Films sorgt allerdings auch dafür, dass es ein reiner Männerfilm bleibt. Die Romantik bleibt auf der Strecke, Kinder könnten verstört reagieren: Uns hat es gerade deswegen gut gefallen.

Carsten Scheibe, Ingo Kurda und Kar­s­ten Kurda sitzen im Cineplex Span­dau immer auf den Sitzen D7-9. Sie las­sen kaum eine Premiere aus.

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