Anzeigenzeitung für Falkensee, Schönwalde, Brieselang & Dallgow-Döberitz - 03322-5008-0 - info@falkenseeaktuell.de

27.12.2007

Silvester feiern

KnallerDas Jahresende steht bevor: Silvester muss gefeiert werden. Das macht aus harmlosen Familienvätern leicht knallwütige Piromanen, die alles in die Luft sprengen, was nicht niet- und nagelfest ist.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das ist für die meisten echten Kerle im Städtchen der Anlass dafür, einen ganz besonderen Countdown herunterzuzäh­len. Weihnachten – wunderbar. Die Feiertage mit der Familie: Kann man auch überstehen! Der wahre Kitzel be­ginnt aber erst danach. Erst ein paar Tage vor Silvester ist es wieder mög­lich, in deutschen Landen die begehr­ten Knallkörper zu kaufen, die nötig sind, um die bösen Geister zu ver­treiben, die sich ansonsten mit ins neue Jahr hinüberretten. Wer seine Fa­milie liebt, der macht das richtig gründ­lich und kauft die dicken Böller gleich kistenweise ein. Kanonen­schlä­ge, Kubaner und ein paar „Schinken“ Chinakracher – das muss schon sein. Für die Frauen gibt es ein paar dicke Kombikisten, die nach dem Anzünden gleich ein paar Minuten lang vor allem Lichteffekte zünden. Die Kinder freuen sich über Bengalische Lichter, Knall­erbsen und Pfennigschwärmer. Am lieb­s­ten zünden sie Satelliten an, die sich Feuer sprühend hoch hinauf in den Himmel schrauben und hier ver­glühen.

Während die Damen des Hauses laut­stark „Brot statt Böller“ proklamieren, Prosecco einkaufen und mit blei­cher Miene auf die Rechnung für die neuesten Raketen und Knallkörper schauen, hat „er“ bereits eine fette Gas­pistole ins Herz geschlossen. Seitdem es wieder erlaubt ist, diese lautstarken Kanonen zu Silvester zu benutzen, zieht der Verkauf deutlich an. Die Pis­tolen werden mit lautstarken Platz­pa­tronen geladen und können mit der Hil­fe eines speziellen Aufsatzes schmale etwa fingerlange Miniraketen abfeu­ern, die wahlweise laut heulen oder aber helle Lichter auf den Himmel schrei­ben. Die dafür benötigten Gas­pistolen dürfen übrigens nur von Er­wach­senen erworben werden. Wer al­ler­dings keinen kleinen Waffenschein besitzt, darf sie nur auf dem eigenen Grundstück einsetzen und nur in nicht geladener Form von einem Ort zum anderen transportieren. Wer also auch jenseits des 31. Dezember Teenager antrifft, die mit einer solchen Kanone im Freien herumballern, kann sie mit einer kurzen Frage nach dem Waffen­schein leicht vergraulen.

In Falkensee ist es übrigens – und das ist für die Zugezogenen wichtig – üblich, dass sich die Hausbesitzer am nächsten Morgen selbst um die Besei­tigung der Feuerwerkreste auf den Sandstraßen kümmern. Das hat bis­lang immer sehr gut funktioniert. Müde und verkatert klettern die eben noch so knallwütigen Männer morgens mit Harke und Schneeschippe aus ihren Häusern, um all das zusammenzukehren, was sie da im Dunkeln noch ver­ballert haben. Und das kann oft genug zwei, drei Müllsäcke füllen.

Kinder und Jugendliche, die gerade erst Bekanntschaft mit den faszinierenden Knallern machen, sollten am bes­ten gut von den Erwachsenen ange­leitet und beaufsichtigt werden: Es ist wichtig, immer schon vor dem Anzün­den zu überlegen, wo die Böller hinzu­werfen sind. Lunten, die ausgehen, dür­fen nicht noch einmal neu angezündet werden. Niemand sollte „zum Spaß“ Knal­ler auf andere Menschen werfen. Und bloß nicht zu lange mit dem Wer­fen warten, sonst sind ein paar Finger weg! Leider ist auch das ein wichtiger Hinweis: Bitte keine Billigböller aus du­biosen Quellen verwenden, da diese nach dem Anzünden oft völlig unbere­chenbar reagieren. Das gilt auch für nasse Knaller, die gerade von den Ju­gendlichen noch am 1. Januar im Frei­en eingesammelt werden, um sie nach dem Trocknen noch einmal neu anzu­zünden.

Seitenaufrufe: 1

Unsere Schwestern­zeitung

ZEHLENDORF.aktuell

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige