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01.02.2008

Als Mann im Supermarkt!

scheibe2Ich geb’s zu: Ich mach‘ bei uns in der Familie den Wocheneinkauf. Mit Kiste und Korb zie­he ich los, um bei REAL, EDEKA, ALDI und PLUS nach den niedrigsten Preisen zu su­chen und so die angeschlagene Haushalts­kasse zu ent­lasten.

Böse Blicke ernte ich bereits am High-Tech-Automaten, der das aufgestaute Leer­gut zurücknimmt. Ich schaffe es so selten, alle Büchen und Flaschen rechtzeitig abzugeben, und so stopfe ich meist gleich mehrere Dutzend nacheinander in die ge­plagte Maschine. Letztens waren es 285 lee­re Flaschen. Der Junge hinter mir drückte die drei Bierflaschen von Vattern an die Brust und starrte mich an wie sein neues Idol: „Boah, jezz biste voll reich!“

Aber Hallo. Im Laden kriege ich natürlich wieder den Einkaufswagen, bei dem ein Rad festklemmt und zwinge ihn dann mit purer Gewalt durch die Gänge. Sobald ich auch nur für ein paar Sekunden in die Regale gucken muss, schaue ich mich vorher um und schiebe meinen Wagen zur Seite, wo er niemanden stört. Man braucht nicht zu glauben, dass das alle so machen. Die meisten lassen den Wagen stehen, wo er gerade ist, und machen so ganze Gänge komplett dicht. Hallo? Ist jemand geistig zu Hau­se? Ein mildes Räuspern hilft hier eben­sowenig wie ein lautes „Darf ich mal?“ Mit Brachialgewalt muss ich die parkenden Wa­gen beiseite schieben. Kaum tue ich das selbst, kracht mir auch schon eine Oma von hinten ih­ren Wa­gen in die Wa­den. Ihr geht es wohl auch nicht schnell ge­nug.

An der Kasse gibt es dann ei­nen Wettstreit mit der Kas­siererin. Wer ist schneller? Sie beim Ab­scan­nen der Waren oder ich beim Einsor­tieren der Ein­käufe in meine aufgespannte Kiste? Ich bin ein Meister beim rasanten Ein­packen, aber dieses Mal muss ich mich ge­schlagen ge­ben. Die Kas­siererin pustet ein­mal sieges­trun­ken über ihren Scanner und ich ärgere mich, weil ich die schweren Kar­toffeln wieder auf den zarten Eiern abgelegt habe.

Zum Glück habe ich konsequent auf alle fettigen und zuckerhaltigen Dinge ver­zich­tet und sogar Eis und Pizza zurückge­las­sen. Das macht mich aber so hungrig, dass ich drau­ßen vor der Tür erst einmal eine Bratwurst mit Senf bestellen muss. Wohl be­kommt’s. (Carsten Scheibe)

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