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01.02.2008

Aufgeknackt

mittagEs lohnt sich in diesen Tagen, sein Haus gut abzuschließen: Eine Einbrecherbande schlägt zurzeit fast täglich zu – und das ohne langes Gewese. Nicht nur Läden, auch Privathäuser sind bei den Dieben sehr begehrt.

Normalerweise bietet der Polizeibe­richt von Falkensee eine bunte Mi­schung verschiedener Straftaten. Ein paar betrunkene Autofahrer werden ein­gesammelt, am Bahnhof randaliert je­mand und ab und zu wird auch ein Auto ge­klaut. Seit Mitte Dezember ist die täg­li­che Statusanzeige von der Polizei aber höchst eintönig, was Falkensee an­be­­langt: Einbruch, Einbruch, Ein­bruch.

Die Diebe kommen meist am Tag und nutzen die Gelegenheit, sobald die Haus­besitzer das Eigenheim verlas­sen. Um sich Zugang zum Haus zu ver­schaffen, ist die zurzeit agierende Ein­brecherbande nicht eben zimper­lich. Sie hebeln Türen und Fenster auf, rei­ßen ganze Fenstergitter aus der Ver­ankerung und haben auch sonst keine Scheu davor, richtig Krach zu schla­gen. Sie sind bereits gesehen worden und wurden dabei als Duo osteuropäischer Herkunft beschrieben. In diesem Fall suchten sie bislang mit einer fa­denscheinigen Ausrede schnell das Wei­­t­e – und wer will sie schon auf­hal­ten?

In den Häusern suchen die Diebe nach Bargeld, Schmuck und technischen Geräten: Eigentlich Kleinkram, der das Risiko eines Einbruchs niemals rechtfertigen würde. Aber dreist kommt weiter. Der Polizei ist es trotz Einsatz von Spürhunden noch nicht gelungen, dem Treiben Einhalt zu bieten.

Noch schlimmer trifft es die Laden­be­sitzer. Hier kursieren inzwischen die irr­witzigsten Geschichten. Lahmge­leg­te Alarmanlagen, aus der Wand ge­fräs­te Tresore: Fast glaubt man, bei der Verfilmung des Hollywood-Gau­-ner­films „Ocean Eleven“ mit dabei zu sein.

Bei Heike Kurz vom Finkenkruger Optiker „Augenwelten“ waren die Die­be gleich zwei Mal. Zwischen Weih­nach­ten und Neujahr sind sie durch die Hintertür in den Laden eingedrungen und haben die meisten Brillenge­stelle gestohlen. Im neuen Jahr ka­men sie dann gleich noch einmal und nahmen auch noch die ganzen Ma­schinen mit. Heike Kurz: „Wir ha­ben die Hintertür jetzt einfach zugemauert. Angemessen sichern können wir sie ja eh nicht.“

Einbruch: Das kann jeder für sein Haus tun!
Wer weiß, dass Einbrecher unterwegs sind, kann durchaus etwas tun. Wer auch nur kurz das Haus verlässt, sollte unbedingt alle Fenster und Türen schlie­ßen. Die Haustür sollte grund­sätz­lich richtig abgeschlossen wer­den, weil dann oft zusätzliche Bolzen ein­rasten.

Abschließbare Fenstergriffe, schwe­­re Jalousien, eingemauerte Gitter vor den Keller­­fenstern, Lampen mit Bewe­gungs­­meldern, hohe Außen­zäune mit einem Tor ohne Klinke: Je­des Hinder­nis hilft, Einbrecher abzu­schrecken. Denn dann gibt es ja viel­leicht ein an­deres Haus, das leichter zu knacken ist.

Ein echtes Problem ist ja, dass viele Menschen das Vertrauen in ihr Haus verlieren, wenn sie wissen, dass da Fremde jedes Zimmer durchsucht und jede Schublade aufgezogen haben. Sie können sich dann nicht mehr in diesem Haus aufhalten, ge­schweige denn hier schlafen.

Eine Alarmanlage hilft natürlich. Sie nachträglich ins Haus einzubauen, kommt allerdings sehr teuer – und setzt erhebliche Baumaßnahmen vo­raus, um die erforderlichen Kabel zu verlegen.

Eine echte Alternative, die sich zu­dem sehr schnell in Betrieb nehmen lässt, bietet der Falkenseer Ralf Gün­ter Mittag an. Er stellt die Anlage „Bub­litz Alarm B1“ (www.alarmanlagen-bublitz.de) vor, die nicht einmal 2.000 Euro kostet und nur aus einem kleinen Gerät und einem sehr lauten Signal­horn besteht.

Das Gerät lässt sich ohne jede bau­technische Maßnahmen sofort ver­wen­den, da keine Kabel gezogen wer­den müssen. Stattdessen schützt die Bub­litz Alarm 1 bis zu 600 Quadrat­me­ter Wohnraum auch über mehrere Eta­gen hinweg, solange alle Räu­me über einen schmalen Luftspalt mitein­ander verbunden sind. Das Ge­rät küm­mert sich um die „Außenhautsicherung“ des Gebäudes, indem es gleich­zeitig den Luftdruck und das Luft­volumen misst. Kommt es bei ei­nem Einbruch zu einem Aufhebeln von einer Tür oder ei­nem Fenster, so ändern sich Luftdruck und Luftvolumen im Haus in Kombi­nation – und die Alarman­la­­ge schlägt sofort an. Der schril­le Ton ver­treibt Ein­bre­cher, bevor sie auch nur das Haus betreten – gut so. Die Anla­ge kann übrigens auch pro­blemlos ein­ge­schal­tet wer­den, wenn sich Men­­schen und Haus­­­tiere im Haus auf­halten. Zu ei­ner Aus­­lösung des Alarms kommt es nur bei einbruchstypischen Verän­de­­run­gen an Tü­ren und Fenstern.

Die Bublitz Alarm 1 kann auch mit einer Paniktaste jederzeit ausgelöst werden – etwa in bedrohlichen Situa­tionen, wenn der Verdacht besteht, dass das eigene Haus Opfer eines Einbruchversuchs ist.

Viele separat zu erwerbende Extras werten das Gerät auf, darunter eine Funk­fernbedienung mit Handsender, ei­ne Funksolaraußensirene oder ein Te­le­fon, das bei einem Alarm einen se­parat zu buchenden Wachschutz anru­fen kann.
Technik ist eins. Der beste Schutz vor Einbrechern sind aber aufmerksame und sensibilisierte Nachbarn, die gerade jetzt besonders gut aufpassen, ob aus dem Nachbarhaus vielleicht Geräusche zu hören sind, die da nicht hingehören, oder ob sich Leute in der Gegend herumtreiben, die dort nichts zu suchen haben. Wer Einbrecher auf frischer Tat beobachtet, sollte aber keinen Heldenmut beweisen, sondern lieber die Polizei rufen.

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