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01.02.2008

Liebes Familienhalt-Team,

Pelzermeine wohl eher harmlose Frage liegt mir am Herzen und ich hoffe, von Ihnen einen hilfreichen Tipp zu bekommen. Unsere einzige Tochter ist inzwischen 16 Monate alt und ein wahrer Wonneproppen. Sie war ein absolutes Wunsch­kind von mir und meinem Mann und ihr Wohl ist uns das Allerwichtigste.

Wir sind beide schon älter und nach mehreren Fehlgeburten wird es auch bei nur einem Kind bleiben. Jetzt zu meiner Frage. Da unsere Kleine nun leider ein Einzelkind bleiben wird, wir es bedauern und wissen, wie wichtig das Aufwachsen mit Geschwistern ist, möchten wir alles nur Mögliche tun, um Kassandra ein „normales“, glückliches Kinderleben zu bieten. Sie nimmt an allem Anteil, ist super entwickelt und liebt andere Kinder. Ich bin tagsüber allein mit ihr und möchte auch bis mindestens zu ihrem 2. Geburtstag zu Hause bleiben. Uns ist es möglich – und ich glaube, dass eine frühe Fremdbetreuung nicht gesund ist für die psychische Entwicklung. Was kann ich tun, damit Kassandra gefördert wird, ausgelastet ist und auch Sozialverhalten lernt? PEKiP, Babyschwimmen machen wir bereits. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, M. Richter

Liebe Frau Richter,
toll, Ihre Einstellung. Es ist richtig, dass Kleinkinder nicht zu früh fremd betreut werden sollten. Das gesunde Urvertrauen und das damit verbundene Selbstwertgefühl entwickeln sich, wenn die enge Bezugsperson verlässlich und in der ersten wichtigen Zeit immer abrufbar ist. Ich kann Sie beruhigen, denn Einzelkinder nehmen nicht automatisch Schaden oder werden „soziale Krüppel“, nur weil sie mit Mutter und Vater allein aufwachsen. Es gibt sehr glückliche, ausgegli­che­ne Kinder ohne Geschwister mit einem wunderbaren Sozialverhalten. Genauso wie es auch kleine „Egoisten“ mit Bruder oder Schwester an der Seite gibt, die sich wie kleine „Raudis“ benehmen.
Für den Alltag ist es in der Tat gut, wenn Sie Kontakt zu anderen Familien mit Kindern suchen. Neben den Kursen, von denen Sie sprachen, können Sie z.B. nachmittags andere Kinder einladen. Auch Spielplätze sind in der Regel ein guter Ort zum Kennenlernen und sich austauschen. Durch das Vorleben eines bewussten und fairen Sozialverhaltens mit allen Höflichkeitsformen sowie dem Aufstellen verständlicher Regeln (z.B. auch mal „warten“ müssen und Frust aushalten lernen), mit liebevoller Konsequenz umgesetzt, werden Kinder auf ganz natürlichem Weg lernen, was richtig und was falsch ist. Wichtig ist noch, dass Ihre kleine Tochter auch lernen darf, Konflikte allein zu lösen. Versuchen Sie sich weitmöglichst aus kleinen Streitereien herauszuhalten (z.B., wenn sie sich mit einem gleichaltrigen Kind um einen Gegenstand streitet o.ä.). Natürlich nur so lange, wie es nach ihrer Einschätzung vertretbar ist. Sie schaffen das. Sollten Sie noch konkrete Fragen haben, rufen Sie uns einfach an – Ihr FAMILIENHALT-Team

In dieser Rubrik finden Sie jeden Monat Fragen unserer Leser an das Team von Familienhalt – Miriam Pelzer & Deborah van den Boogaard. Sollten Sie uns eine Frage übersenden wollen, bitten wir Sie um eine E-Mail an familienhalt@tiscali.de. Bitte vermerken Sie, ob Sie im Falle der Veröffentlichung Ihrer Frage anonymisiert werden möchten. Monatlich kann nur maximal eine Frage beantwortet und veröffentlicht werden. Das Team von Familienhalt ist telefonisch zu erreichen unter 03322 2131880. Im Web steht die Homepage www.familienhalt.de bereit.

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