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27.02.2008

Abgesoffen

abgesoffenNachdem Falkensee bereits im Sommer “abgesoffen” ist, wird das Wasser nun auch im ausklingenden Winter zum Problem. In zahlreichen Kellern steht auf einmal das Grundwasser.

Bei den massiven Regenfällen im Sommer 2007 haben viele Falkenseer unfreiwillig Bekanntschaft mit den feuch­ten Naturgewalten schließen kön­nen, die durch Fenster, Türen und jede undichte Stelle ins Hausinnere gedrun­gen sind. Unzählige Häuser sind vor knapp einem halben Jahr vollgelaufen.
Nun stecken wir mitten in der nächs­ten Wasserkatastrophe. In zahlreichen Kellern steht auf einmal das Grundwas­ser. Das befindet sich bereits seit Mo­naten auf einem Rekordhoch. Die ex­tremen Regenfälle vom 18. bis zum 21. Januar haben den Stand aber noch ein­mal anschwellen lassen.

Zahlreiche Wie­sen haben sich bereits seit Wochen in Tümpel verwandelt, weil das Wasser nicht mehr versickern kann. Viele Keller, die bislang noch über dem Grund­wasser standen, baden nun re­gel­recht darin. Eine undichte Stelle im Mau­erwerk oder in der Bodenplatte reicht aus – und schon gurgelt das Nass über die Fließen, den Teppich oder das festgeklopfte Erdreich.

Im Redaktionskeller von Falkensee aktuell quoll das Wasser auf einmal zwi­schen dem Büroparkett hervor. Ein Schacht, der bis auf die Bodenplatte reicht, stand 30 Zentimeter unter Was­ser. Seitdem arbeitet hier eine Pumpe, einmal in der Stunde für 10 Minuten, ein automatischer Timer kümmert sich um die Misere.

Hellweg verkauft Pumpen und Nass­staubsauger ohne Ende, auch Installateur-Firmen wie Laurenzo ha­ben Hochkonjunktur. Hoffnung ist erst einmal nicht in Sicht, wie Frau Neitzel vom Falkenseer Grünflächenamt weiß: “So schnell sinkt der Grund­was­serpegel nicht”.

Das Pumpenwerk in Zeestow wurde noch am 21. Januar angeworfen, um das Wasser aus dem prall ge­füllten Schlaggraben in den Havelka­nal zu pumpen. Anderenfalls wäre Fal­kensee komplett abgesoffen. Drei Wo­chen waren die Pumpen an, jetzt fließt das Wasser wieder aus eigener Kraft ab. Aber der Falkenhagener See führt noch 20 Zentimeter mehr Wasser als üblich, halb Waldheim steht unter Was­ser und die Gräben sind weiterhin voll bis zum Anschlag. Jetzt bleibt nur die Hoffnung auf trockene Tage und Wochen. Dann löst sich das Grund­was­serproblem hoffentlich von ganz al­leine.

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