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27.02.2008

Liebes Familienhalt-Team,

debpassend zur Jahreszeit, möchte ich ein Problem mit meinem Sohn kurz beschreiben: Carl ist 10 Jahre alt und geht in die 4. Klasse. Eigentlich ist er ein schlauer Kerl, aber seine Noten sind alles andere als gut. Im Zeugnis hatten wir es nun wieder schwarz auf weiss. Eine 4 in Deutsch ist einfach inakzeptabel.

Zumindest die Heimatspra­che sollte man doch gut beherrschen. Nachdem die anderen Fächer auch nur so im Bereich von 2ern und 3ern liegen, kann und will ich diese gelangweilte Einstellung meines Sohnes zur Schule nicht länger akzeptieren. Meine Frau ist da anderer Meinung, aber letztlich möchte auch sie nur, dass aus unserem Sohn mal was wird. Nun haben wir erst einmal wieder Lernsitzungen eingeführt: Nach der Schule geht es gleich an den Schreibtisch. Für jeden Tag bereiten wir ihm nun Zusatzaufgaben vor, die er nach den Hausaufgaben abzuarbeiten hat. Fußball spielen und sich mit seinem Kumpels treffen, das kann er auch noch am Wochenende. Nur durch Spielen und „kein Bock“ auf Schule, kann man sich später keine Wohnung leisten.
Wir hoffen, dass Sie vielleicht noch einen Hinweis für uns haben, wie wir unseren Carl noch stärker anregen können.
Grüße, Andreas

Lieber Andreas,
ich möchte Sie zu Anfang einmal bitten, nicht gleich „den Teufel an die Wand zu malen“. So wie Sie es beschreiben, scheint Ihr Sohn auf den ersten Blick ein recht guter Schüler zu sein. Hauptsächliche Noten im Bereich 2 und 3 sind qua Definition gut/befriedigend. Die 4 in Deutsch hat vielleicht eine Vorgeschichte. Reden Sie mit ihm darüber und fragen Sie ihn, wie er es aus seiner Sicht sieht. Nehmen Sie bitte auch die guten Noten zur Kenntnis. Alle Menschen haben Stärken und Schwächen. Pädagogisch sinnvoll ist es, die Stärken zu erkennen, zu loben und zu fördern. Damit erreicht man vor allem die Stärkung des Selbstwertgefühles; eine wichtige Grundlage für Leistung. Neben den regulären Schulaufgaben noch zusätzlich zu lernen, ist natürlich zum Teil auch sinnvoll.

Dies sollte aber unbedingt verständnisvoll, freundlich, fair und zeitlich begrenzt ablaufen. Spielen dürfen ist für Kinder fast „lebensnotwendig“. Durch das Spielen schöpfen sie Kraft zum Lernen. Vielleicht vereinbaren Sie einen Termin mit seiner Deutschlehrerin, um mehr über den Grund der Note zu erfahren. Sie kann Ihnen ggf. auch konkrete Tipps geben, was explizit aufgearbeitet werden muss. Lassen Sie ihren Sohn unter der Woche nach Erledigung seiner Hausaufgaben vor allem spielen: seine Zeit frei gestalten. Ansonsten kann es dazu führen, dass er total frustriert ist und das Lernen sogar ganz verweigert. Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Zeiten (z.B. am Wochenende), um gezielt in Ruhe und ohne Druck zu üben. Vielleicht samstags und sonntags am Vormittag jeweils 30 bis maximal 60 Minuten. Wichtig ist es, eine gemeinsame Lösung zu finden. Vertrauen Sie ihrem Sohn und seinem Potential und zeigen Sie es ihm. Erinnern Sie sich an Ihre eigene Kindheit und bitte üben Sie nicht zu viel Leistungsdruck aus. Das kann sehr unglücklich machen und sich kontraproduktiv auswirken. Sie schaffen das. – Ihr FAMILIENHALT-Team

In dieser Rubrik finden Sie jeden Monat Fragen unserer Leser an das Team von Familienhalt – Miriam Pelzer & Deborah van den Boogaard. Sollten Sie uns eine Frage übersenden wollen, bitten wir Sie um eine E-Mail an familienhalt@tiscali.de. Bitte vermerken Sie, ob Sie im Falle der Veröffentlichung Ihrer Frage anonymisiert werden möchten. Monatlich kann nur maximal eine Frage beantwortet und veröffentlicht werden. Das Team von Familienhalt ist telefonisch zu erreichen unter 03322 2131880. Im Web steht die Homepage www.familienhalt.de bereit.

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