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26.03.2008

Falkensee wählt ein Jugendparlament

jugendEs war eine etwas schwere Geburt! Seit dem Jahre 2005 hat es in den poli­ti­schen Gremien Falkensees Überlegungen gegeben, ein Jugendparlament und einen Seniorenbeirat auf den Weg zu bringen. Nach entsprechenden Vor­be­reitungen wurde zu beiden Vertre­tun­gen im Herbst 2006 ein erster Anlauf genommen. Beide scheiterten an der man­gelnden Anzahl an Bewerbern, das Jugendparlament übrigens nur ganz knapp.

Im zweiten Anlauf im Frühjahr 2007 waren die Senioren erfolgreich und seit dem 7. März 2007 verfügt Fal­kensee über einen sehr aktiven und hervorragend arbeitenden Senioren­bei­rat, der schon landesweit auf sich auf­merksam gemacht hat. Für das Ju­gendparlament indes gab es wieder nicht genug Bewerber. Dass es über­haupt einen dritten Anlauf gegeben hat, war einer „Aktionsgruppe Jugendparla­ment“ zu verdanken. Diese aktiven und engagierten Jugendlichen haben die Stadt­verordneten bearbeitet, einem drit­ten Anlauf zuzustimmen und gleich­zeitig ihre Altersgenossen für das Ju­gend­parlament mobilisiert.

Wie erfolgreich dieses Engagement war, konnte man am 13. März erfahren. Die Wahlleiterin Frau Regenberg gab im Rathaus bekannt, dass bis zum Stich­tag am 12. März 24 Bewerbungen von Kandidaten und Kandidatinnen zwi­schen 14 und 22 Jahren eingegangen sind. Auch wenn drei Bewerbungen we­gen Formfehlern nicht akzeptiert wer­den konnten, wurde die erforderliche An­zahl von 11 Bewerbern doch bei weitem übertroffen.

Damit findet nun erstmals in Falken­see eine Wahl zum Jugendparlament statt!

Beworben haben sich nach Abzug der unvollständigen Bewerbungen 11 Mädchen und 10 Jungen, womit sich die beabsichtigte paritätische Beset­zung des Jugendparlaments erfreulicherweise auch schon bei den Kandi­da­ten widerspiegelt. Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren mit Hauptwohnsitz in Falken­see. Die Jugendlichen werden – wie bei sonstigen Wahlen auch – in ein Wähler­verzeichnis eingetragen und erhalten einen Wahlschein. Die eigentliche Wahl findet als Briefwahl statt: bis Anfang April (22. Tag vor der Wahl) werden den Ju­gendlichen Wahlschein und Stimm­zet­tel zugeschickt, die bis zum 23. April 2008 zurückgeschickt oder im Rathaus abgegeben sein müssen. Jeder wahl­be­rechtigte Jugendliche hat 3 Stim­men, die auf ein bis drei Be­wer­ber/innen beliebig verteilt werden kön­nen. Das Jugendparlament hat 7 Mit­glieder. Gewählt ist der- oder diejenige mit den meisten Stimmen und dann – um eine möglichst gleichmäßige Be­setzung mit Mädchen und Jungen zu ge­währleisten – die drei danach best­plat­zierten Jungen und Mädchen.

Das Wahlergebnis wird am 24. April bekanntgegeben werden, um 15 Uhr beginnen die Auszählungen im Rat­haus. Damit die Wahl gültig ist, müs­sen mindestens 15 Prozent der wahl­berechtigten Jugendlichen ihre Stim­me abgeben. Bei rund 5.000 Jugendli­chen in dieser Altersgruppe heißt das, dass sich mindestens 750 an der Wahl beteiligen müssen.
Damit die Jugendlichen die von ih­nen gewünschte demokratische Legi­ti­mation erhalten, wäre natürlich eine weit höhere Wahlbeteiligung wün­schens­wert. Das Zurückschicken ei­nes portofreien Wahlbriefes stellt kei­nen unzumutbaren Kraftakt dar. Wir wür­den uns wünschen, dass in den nächs­ten Wochen, besonders aber nach den Osterferien, in allen Fami­lien, Schulen, Jugendgruppen und Vereinen nochmals intensiv über das Jugendparlament diskutiert und für die Teilnahme an der Wahl geworben wird. Dem Jugendparlament wurden durch die Satzung nicht unerhebliche Rechte eingeräumt. Diese wahrzunehmen und das Jugendparlament zu einer ebensolchen „Erfolgsstory“ zu ma­chen wie die Seniorenvertretung, liegt jetzt in eurer Hand. Wenn die Betei­ligung an der Wahl zu gering ist, dann schauen auch in zwei Jahren die nach­wachsenden Jugendlichen vermutlich in die Röhre. Ständig neue Versuche kann es nicht geben, also muss es jetzt klappen!

Stell dir vor, es ist Demokratie und alle machen mit!
Johana Jüdes-Qweitzsch und Ursula Nonnemacher

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