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26.03.2008

Liebes Familienhalt-Team

debnachdem wir alle einigermaßen den Weihnachtskonsum an Süßigkeiten überstanden haben, stehen nun seit Wochen die Regale mit Leckereien für Ostern voll. Auch ich nasche gerne mal, aber ich weiß langsam nicht mehr, wie ich meinen Kindern von 12 und 10 Jahren klar machen soll, dass wir nicht permanent bei dem Süßkram zugreifen können.

Wenn ich es ihnen nicht erlaube, naschen sie sich bei den Omas und den Freunden durch oder kaufen sich vom Taschengeld selbst die Süßigkeiten. Stelle ich den Süßkram hier auf den Tisch, ist die Schale in Sekunden leer. Es fängt ja morgens schon mit süßen Cornflakes an, in der Schule einen Müsliriegel, am Nachmittag ein Stück Kuchen und abends vor dem Fernseher noch ein paar Kleinigkeiten. Beide haben auch bereits im Kindergartenalter Karies gehabt. Was kann ich machen? Ich möchte es ihnen nicht komplett verbieten, aber es geht auch nicht, dass die Kinder fast nur noch Süßigkeiten essen.
Grüße – Eure Kirsten

Liebe Kirsten,
es ist richtig, dass Kinder den richtigen Umgang mit Süßigkeiten lernen müssen. Es ist jedoch auch wichtig, dass Bonbons, Kekse, Schokolade nicht „verteufelt“ werden. Fast alle Menschen naschen gerne mal und das ist auch in Ordnung so. Versuchen Sie nicht so viel Wertigkeit in den Naschkonsum zu legen, sondern zeigen Sie ganz deutlich und freundlich bestimmte Regeln auf, z.B. mindestens eine halbe Stunde vor den Hauptmahlzeiten keine Sweets mehr, sondern bei Hunger lieber ein Stückchen Obst. Einen Nachtisch können Sie von den Kindern selbst wählen lassen (ob Joghurt oder ein Stück Schoko). Die Süßigkeiten sollten nach Möglichkeit nicht als etwas Besonderes dargestellt werden. Und am besten auch immer Obst (vielleicht schon geschnitten) anbieten. Manche Familien teilen eine „Wochenration“ aus und die Kinder können diese dann eigenmächtig genießen/einteilen. Andere vereinbaren z.B. für jedes Stück gegessenes Obst ein kleines Bonbon als Kompensation. Das Wichtigste ist jedoch, eine gesunde Ernährung selbst vorzuleben: frisch kochen, Obst, Gemüse, frisches Brot, Wasser und Saft statt Limonade usw. Wenn die Basis stimmt, darf auch ruhig mal genascht werden. Wichtig ist auch der natürliche Umgang mit dem Naschzeug. Wir Eltern sollten eben auch einmal ertragen, wenn die Kinder zu bestimmten Anlässen etwas mehr Süßkram essen (bei Großeltern, an Feiertagen etc). Verbote und zwanghaftes Einteilen können dazu führen, dass die Kinder heimlich naschen und ein falsches Bild von den Nahrungsmitteln entwickeln (z.B. „Gesundes Essen ist doof“ usw.). Das kann sich auf ihr gesamtes Leben auswirken. In der Regel sollte der Konsum von Süßigkeiten nur 10 Prozent des Energiebedarfs pro Tag ausmachen – das wäre bei einem Kind etwa ein Schokoriegel.
Bei noch sehr kleinen Kindern ist es wichtig zu erwähnen, dass Eltern nicht zu früh mit Bonbons/Schokoriegeln etc. anfangen sollten. Was die Kleinen nicht kennen, wird von ihnen auch nicht vermisst. Spätestens im Kindergartenalter (z.B. auf Geburtstagen) geht es dann eh von alleine los.
Im Übrigen enthält die Kakaobohne, die in der Schokolade verarbeitet wird, geringe Mengen Koffein und zusätzlich Theobromin, das dem Koffein sehr ähnlich ist. Ein unkontrollierter Zugang und ein erheblicher Konsum könnten daher im Extrem bei Kindern zu auffälligem Verhalten führen (Zappeligkeit, Aggressivität). Zum Schluss ein Hinweis: Süßigkeiten am Abend sind auch hinsichtlich der Zahnhygiene nicht empfehlenswert. Viel Erfolg und schöne Ostern. Alles Gute – Ihr FAMILIENHALT-Team

In dieser Rubrik finden Sie jeden Monat Fragen unserer Leser an das Team von Familienhalt – Miriam Pelzer & Deborah van den Boogaard. Sollten Sie uns eine Frage übersenden wollen, bitten wir Sie um eine E-Mail an info@familienhalt.de. Bitte vermerken Sie, ob Sie im Falle der Veröffentlichung Ihrer Frage anonymisiert werden möchten. Monatlich kann nur maximal eine Frage beantwortet und veröffentlicht werden. Das Team von Familienhalt ist telefonisch zu erreichen unter 03322 – 2131880. Im Web steht die Homepage www.familienhalt.de bereit.

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