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30.04.2008

Günter Chodzinski, Grünen-Stadtverordneter: Auf ein Wort 2

chodWir von Falkensee aktuell möchten von unseren Politikern gern mehr Klartext hören. In diesem Heft haben wir Günter Chodzinski als Stadtverordneten der Grünen darum gebeten, exklusiv für uns zu schreiben. Unsere Frage: Welche drei Dinge laufen Ihrer Meinung nach besonders gut in der Stadt, und welche drei bedürfen dringend der Veränderung?

Drei Dinge, die gut laufen in Falkensee:

Engagement für eine zukunftsfähige Entwicklung: Die Lokale Agenda 21 Falkensee findet in der Stadt und überregional große Beachtung. Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben viele sinnvolle Projekte angeschoben. Die offene Atmosphäre von workshops und der Dialog in Fachgesprächen beschränken sich nicht auf Natur- und Baumschutz, Solarenergie und Laubsäcke. Neben der Pflanzenbörse führt die Lokale Agenda auch bei der Ausbildungsbörse die Regie.

Bewusstsein für eine ausgewogene Entwicklung: In den letzten Jahren wurden die Entwicklungsziele Falkensees neu definiert, Bildung und Schulen, Sport und Kultur werden gefördert, die innerörtliche Infrastruktur steht vorn ­an. Nur mit Haushaltsdisziplin, einer klaren Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und der Abwägung von Risiken sind große Schritte machbar. Auch die wirtschaftliche Entwicklung muss damit einhergehen und braucht öffentliche Unterstützung.

Pendeln nach und von Berlin: Im Regionalbahnangebot konnten gravierende Einschnitte vermieden werden. Tausende von Pendlern aus Falkensee und dem weiteren Umland können für die alltäglichen Fahrten zur Arbeit auf das Auto verzichten. In Berlin ist der Autoverkehr bereits stark zurückgegangen – auch Falkensee sollte sich als Fahrrad- und ÖPNV-freundliche Stadt einen Namen machen. Es heißt, das Zuzugsmotiv Nr.1 zu pflegen und zu verbessern.

Drei der wichtigsten Dinge, die unbedingt angepackt werden müssen:

Bürgerfreundliche Dienstleistungen: Ordnungspolitik erfährt der Bürger zumeist als autoritäre Gängelung und bürokratische Reglementierung. Verwaltung muss sich in den Dienst der Stadt und aller ihrer Bürger stellen. Im verantwortungsvollen Miteinander hilft oft schon der gesunde Menschenverstand.

Bürgerbeteiligung als Prinzip: Einsame Verwaltungsentscheidungen treffen nicht die Bedarfe und Wünsche der betroffenen Bürger, z.B. bei der Schulentwicklung und dem Ausbau der Anliegerstraßen. Letztendlich führt dies zu Aufregung, Straßenaktionen, Wortgefechten in Versammlungen und zur Verzögerung bei der Umsetzung. Frühzeitig müssen die Betroffenen in die Planungen einbezogen werden.

Verkehrsentwicklung neu gestalten: Der überarbeitete Verkehrsentwicklungsplan von Falkensee ist aus dem Jahre 2002. Seit dem hat sich viel verändert. Damals ging es der Verwaltung vor allem darum, die nördliche Ortsumfahrung, das Projekt der Nachwendezeit, zu untermauern. Inzwischen ist klar, die Nordumfahrung löst die Verkehrsprobleme nicht, sie ist ineffektiv, zu teuer und überdimensioniert. Sie zerschneidet gewachsene Wohngebiete, verlärmt den See und zerstört den landschaftlich noch intakten nördlichen Raum. Verabschieden wir uns vom Projekt der 90iger Jahre und gestalten wir den Verkehr neu und zukunftsfähig.

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