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30.04.2008

Liebes Familienhalt-Team,

debich bin etwas unsicher im Umgang mit meiner 14-jährigen Tochter Vanessa. Sie ist eine durchschnittlich gute Schülerin der 9. Klasse einer Gesamtschule und wir waren eigentlich immer zufrieden. Seit Anfang diesen Schuljahres 07/08 fing sie auf einmal an, sich zu verändern: Schminken und aufreizende Kleidung sowie neue Freundinnen, die in meinen Augen älter und sehr arrogant wirken, bestimmen seither ihr Leben.

Seitdem ist sie mir gegenüber frech und abweisend. Nun rief mich die Mutter einer Freundin aufgeregt an und erzählte, dass unsere Mädchen seit Wochen hin und wieder die Schule schwänzen und auch noch Entschuldigungen fälschen. Sie hat es durch Zufall herausbekommen und möchte nun mit mir eine gemeinsame Lösung finden. Ich habe Vanessa vorsichtig und höflich darauf angesprochen, worauf sie sehr aufgebracht und aggressiv reagierte. Das zeigt mir eigentlich nur, dass es wahr sein muss. Ich bin ganz verunsichert und brauche dringend Ihre Hilfe. Vielen Dank im Voraus, M. Schneider

Liebe Frau Schneider,
Ihre Sorge ist verständlich. Grundsätzlich zeigt die äußere Veränderung Ihrer Tochter eine Entwicklung von der Kindheit zur Jugendzeit. Das ist für Eltern natürlich oft schwer „zu verdauen“. In der Pubertät machen Kinder viele Phasen durch. Meist sind sie auch noch unsicher in ihrem Auftreten: Sie haben ihren eigenen Stil noch nicht gefunden und lassen sich von älteren, „coolen“ Teenagern beeinflussen. Sie suchen nach Vorbildern und wollen von Erwachsenen oft nichts annehmen. Im gewissen Rahmen ist das normal. Wenn allerdings die Schule darunter leidet, sollte man als Mutter oder Vater vorsichtig und respektvoll eingreifen. Sprechen Sie das Thema zu einem geeigneten Zeitpunkt an, z.B. während einer gemeinsamen Mahlzeit. Wichtig sind eine entspannte Atmosphäre, kein Zeitdruck, kein vorheriger Streit und keine weiteren Zuhörer. Machen Sie deutlich, dass es ein wichtiges und ernstes Gespräch ist. Bleiben Sie gelassen, souverän und vor allem begegnen Sie Ihrer Tochter mit Respekt, denn die meist erwähnte Kritik von Jugendlichen ist die Tatsache, von den eignen Eltern nicht ernst genommen zu werden. Sie beklagen oft, dass sie lediglich Anordnungen folge zu leisten haben und die Erwartungen der Eltern erfüllen sollen. Fragen Sie ernst und mit Nachdruck, wie Ihre Tochter die Situation sieht und wie sie sich eine Lösung vorstellt. Treffen Sie eine Vereinbarung bezüglich der Teilnahme am Unterricht und Ausnahmen, wenn sie nicht zur Schule gehen kann. Vereinbaren Sie auch einen Termin mit Vanessas Klassenleiter und hören Sie sich diese Seite auch einmal an. Die Basis für eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist Ehrlichkeit, Vertrauen und Respekt – auf beiden Seiten.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Gespräche nicht wirken oder von Ihrem Kind nicht mehr angenommen werden, empfehle ich, eine dritte und neutrale Person als Vermittler hinzuzuziehen. Ein konkretes Versagen in der Schule oder ein Vorfall in der Vergangenheit kann übrigens auch zu Rückzug und massiver Veränderung führen. Sie können gerne anrufen und persönlich darüber reden. Bis dahin alles Gute und viel Kraft – Ihr Familienhalt Team

In dieser Rubrik finden Sie jeden Monat Fragen unserer Leser an das Team von Familienhalt – Miriam Pelzer & Deborah van den Boogaard. Sollten Sie uns eine Frage übersenden wollen, bitten wir Sie um eine E-Mail an info@familienhalt.de. Bitte vermerken Sie, ob Sie im Falle der Veröffentlichung Ihrer Frage anonymisiert werden möchten. Monatlich kann nur maximal eine Frage beantwortet und veröffentlicht werden. Das Team von Familienhalt ist telefonisch zu erreichen unter 03322 – 2131880. Im Web steht die Homepage www.familienhalt.de bereit.

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