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20.09.2008

Liebes Familienhalt-Team,

depassend zum Schulanfang habe ich eine Frage zu einem nicht wirklich ausgewachsenen Problem. Aber da ich nicht möchte, dass es wirklich ein Problem wird, möchte ich rechtzeitig um Hilfe oder eher gesagt um einen Tipp bitten. Unser 6-jähriger Sohn Jannick ist gerade eingeschult worden. Eigentlich haben wir uns alle gefreut. Nun fing er vor wenigen Tagen an zu weinen und sagte, er habe Angst.

Angst vor der Schule und was ihn dort wohl erwartet. Er ist ganz verunsichert, ich glaube auch, weil die Oma noch vor den Ferien sagte: Nun fängt der Ernst des Lebens an.
Ich weiß‘ nicht genau, was sich in seinem kleinen Köpfchen für Angstszenarien gebildet haben, aber von einem fröhlichen Erstklässler ist er meilenweit entfernt.
Wie kann ich ihm die Angst nehmen, ohne dass er glaubt, die Schule sei einfach nur ein Spielplatz und er könne weiterhin den ganzen Tag nur spielen?
Für eine Nachricht wäre ich dankbar. Grüße – Natascha

Liebe Natascha,
Danke für Ihr Schreiben. Der Schulanfang ist natürlich ein großes und schönes Ereignis für die Kinder (und auch die Eltern). Einige Kinder reagieren jedoch auch ängstlich, zum Teil aufgrund der Veränderungen, der vielen Geschichten rund um das Thema Schule und auch wegen der gut gemeinten Tipps der Umwelt, wie z.B. der Aussage von der Oma. Dabei sollten die ersten Jahre vor allem den Kindern den Spaß am Lernen und der Lerninhalte vermitteln. Gerade im ersten Jahr wird im Unterricht auch spielerisch gelernt. Reden Sie mit Ihrem Sohn, erzählen Sie ihm aus Ihrer eigenen Schulzeit (bitte die schönen und lustigen Geschichten).
Allgemein sollte man in den Gesprächen mit Kindern auch darauf achten, wie man Dinge erzählt. Wir Erwachsenen formulieren Sätze und Inhalte abhängig von unseren Erfahrungen. Wir berichten meist nicht neutral, sondern bewerten (oft unbewusst) automatisch eine Geschichte oder eine Sache. Das sind jedoch Erfahrungen, die den Kindern fehlen. Sie können dann aufgrund der fehlenden Erfahrung – im schlechtesten Fall – ein negatives Gefühl aus einer Geschichte mitnehmen. Das ist beim Thema Schule dann wirklich schade.
Versuchen Sie ihn mit Lachen und Spaß zur Schule zu bringen und ihn von dort auch wieder abzuholen (gesetzt den Fall, Sie bringen und holen ihn selbst ab). Geben Sie dem Thema Schule in den verschiedenen Tagessituationen einen positiven Touch. Sprechen Sie auch mit der Lehrerin (oder dem Lehrer) und bleiben Sie mit ihr (oder ihm) im Austausch.Eventuell würde auch ein kleines Kuscheltier oder eine andere Kleinigkeit als Begleiter helfen.
Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten, dem Thema Schule den „Schrecken“ zu nehmen. Sollte die kleine Ausführung nicht ausreichen oder sollten Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne jederzeit anrufen. Liebe Grüße und viel Erfolg, Ihr Familienhalt Team

In dieser Rubrik finden Sie jeden Monat Fragen unserer Leser an das Team von Familienhalt – Miriam Pelzer & Deborah van den Boogaard. Sollten Sie uns eine Frage übersenden wollen, bitten wir Sie um eine E-Mail an info@familienhalt.de. Bitte vermerken Sie, ob Sie im Falle der Veröffentlichung Ihrer Frage anonymisiert werden möchten. Monatlich kann nur maximal eine Frage beantwortet und veröffentlicht werden. Das Team von Familienhalt ist telefonisch zu erreichen unter 03322 – 2131880. Im Web steht die Homepage www.familienhalt.de bereit.

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