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02.11.2008

Antike Kachelöfen

kamin1Manche Leute sammeln seltene Briefmarken, Muscheln aus dem Urlaub oder versteinerte Fossilien. Wenn Bernhard Müller aus Schönwalde seine Sammlung erweitern möchte, dann geht das selten ohne LKW: Er sammelt historische Bauelemente und Kachel­öfen aus den vergangenen Jahrhunderten. Diese Sammelleidenschaft lässt sich sogar gewerblich nutzen. Seit acht Jahren betreibt Müllers Firma „Altberliner Bauelemente“ eine Lagerfläche mit Verkaufsraum auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück in Schönwalde.

Hier warten viele historische Bauelemente vor allem aus Berlin auf ihre Wiederverwendung. Antike Kassettentüren, Doppelflügeltüren und passende Türschlösser mit den jeweiligen Schlüsseln sind hier zu finden, vor allem aber wunderschöne Kachel­öfen.

Bernhard Müller hatte bereits in seiner Studentenzeit viele Kachelöfen in seiner Wohnung oder in angemieteten Lagerräumen eingelagert. Die Objekte fand er damals am Straßenrand. Sie stammten nicht nur aus der Altberliner Villengegend, sondern auch aus Abbruchhäusern und aus dem sanierten Altbau. Für den damaligen Psychologie-Studenten war der Handel mit solchen abgebauten Öfen sehr lukrativ – etwa für tausend Mark ging ein solches Objekt damals über den Tisch.

Vor acht Jahren fand er dann die Hofreite auf dem großen Gelände in Schönwalde als Ruine vor, die er in monate-, teils jahrelanger Handwerksarbeit selbst renovierte. Dort lagern in der alten Scheune Türen aus mehreren Jahrzehnten. Diese stammten zum Teil aus den „Altberliner Salons“ oder auch aus der „Guten Stube“ des renovierten Altbaus, etwa aus Berlin Charlottenburg. In einer weiteren Scheune auf dem großen Grundstück sind verschiedene Parkett-Bohlen und Holz-Balken aufgereiht. Besonders interessant ist dieses Material für Unternehmen, die im Denkmalschutz aktiv sind und hier spezielle Auflagen erfüllen müssen. Oder auch für renovierungswillige Häusle-Umbauer, die genau die Türen, Türklinken oder Ersatzteile suchen, die in ihre Altbauten aus den Baujahren 1880 bis 1930 sowohl technisch als auch optisch hineinpassen. Auch über das Internet melden sich inzwischen Handwerker, Kaminbauer oder Architekten als Kunden bei Herrn Müller, die gezielt nach einem ganz speziellen Stück für ihr aktuelles Projekt suchen.

Beim weiteren Rundgang über das großräumige Anwesen kann man an der Fassade der Gips-Werkstatt die Gipsabdrücke von besonderen Kacheln bewundern.

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Besonders interessant ist jedoch der 200 Quadratmeter große Ausstellungsraum, in dem die gerade zum Verkauf bereitstehenden Kachelöfen ausgestellt werden. Gerade die Falkenseer, Dallgower und Schönwalder, die sich im Speckgürtel ein Haus gebaut haben und nun noch nach einem echt antiken Accessoire suchen, sind mit einem solchen Kachelofen bestens beraten – er macht einfach richtig etwas her. Im Ausstellungsraum finden sich Objekte aus Meißen, Velten und Berlin – im Preisrahmen zwischen 500 und 5.000 Euro. Hier gibt es Kachelöfen aus der Gründerzeit um 1880 ebenso wie Jugendstilkachelöfen von 1910 mit den typischen verschlungenen Ornamenten oder die modernen Öfen im Bauhausstil, die um 1920 gebaut wurden. (H.R.)

Kontakt: Altberliner Bauelemente, Bernhard Müller, Dorfstraße 25, 14621 Schönwalde-Glien OT Dorf, Tel. 03322-2339-07, Funk: 0177-3385722, www.altberliner-bauelemente.de

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