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02.11.2008

Herbstfest im Ort

herbstVom 17. bis zum 26. Oktober fand im Ort das 12. Falkenseer Herbstfest statt – wie immer am Veranstaltungsplatz am Kreisverkehr der Spandauer Straße. Thilo-Harry Wollenschlaeger hat das Fest organisiert und es mit einem mehr als zünftigen Feuerwerk auch eröffnet. Von14 bis 22 Uhr konnten dann die Familien einmal mehr über den Platz flanieren, um die lockenden Angebote von etwa 30 Schaustellern auszuprobieren.

Natürlich haben die Kids Spaß im Autoscooter, im extrem schnellen Break Dance oder in der Kinder-Achterbahn Nessy. Aber: Das angestaubte Angebot passt einfach nicht mehr zur modernen Erwartungshaltung der Besucher. Das ist den Falkenseern schon im letzten Jahr aufgefallen und dieses Jahr ist der Schreck noch größer.

Da sind zum einen die exorbitant hohen Preise, die den Eltern schnell die Kalkbleiche ins Gesicht treiben. Einmal Büchsen werfen für 3,50 Euro, zehn Lose für 3 Euro und vier Münzen für die Schiebemaschine für einen Euro? Wer soll das alles bezahlen? So ist eine vierköpfige Familie für einen Rundgang um den Rummel herum schnell einen Fünfziger los. Zwar muten die 1,50 Euro für eine Runde Auto-Scooter noch durchaus preiswert an. Aber so eine Runde ist verdammt schnell vorbei. Und wer dann weiterfahren möchte, ist als Kind ganz schnell sein Taschengeld los. Wohlgemerkt: Wir reden hier vom Familienmittwoch mit seinen halbierten Preisen!

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Schlimmer für die Eltern ist noch der unglaubliche Kokolores, der den Kindern als Preis untergejubelt wird. Lange Gesichter sind beim Einlösen der Preise fast schon die Norm, wenn es nur billigste Stofftiere, unglaublichen Plastikschrott und uraltes Zeug gibt, das genau so auch schon vor 20 Jahren in den Regalen der Schausteller Staub ansetzte. Wer möchte denn da noch Geld ausgeben, wenn schon im Vorfeld klar ist, dass es nix, aber auch wirklich nix gibt, was man als Preis gern haben möchte. Das gilt leider auch für den Schießstand, den die Väter ja gern frequentieren, um sich zu beweisen. Es gilt aber auch für die Groschengrab-Krallen-Automaten, die für teures Geld wieder nur extrem häßliche Stofffiguren ausspucken.

Die einzige Aufregung vor Ort, die ihr Geld dann noch wert ist, ist der Break-Dance-Krake, der die Kids im fliegenden Wagen so herumschleudert, dass man glaubt, einen Autounfall mit Überschlag am eigenen Körper zu erleiden – mit anschließender Kotzgarantie. Das reißt den Abend aber auch nicht mehr heraus. Das scheint vielen so zu gehen: Selbst am Familienmittwoch ist es richtig leer vor Ort.

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