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02.11.2008

Wir im Julchen

JulchenDie Knödel-Stube in der Seegefelder Straße 28 ist nicht mehr. Nach einigen Umbauten und Modernisierungen hat nun das Julchen an der gleichen Stelle seine Pforten geöffnet. Betreiberin Jutta Beese-Hoffmanna (62) kennt sich aus mit der Gastronomie und hat u.a. ein Thai-Restaurant in der Berliner Fasanenstraße betreut. Kein Wunder: Ihre Eltern hatten auch schon ein Restaurant, sodass sie mit der Gastronomie schon von Kindesbeinen an vertraut ist.

Aus Berlin-Schlachtensee hat es Frau Beese-Hoffmann vor elf Jahren nach Falkensee verschlagen. Genau in diesem Herbst war dann für sie der perfekte Moment gekommen, um das Julchen am 1. Oktober 2008 zu eröffnen. Hier ist nun genug Platz für bis zu 60 Personen, die in gepflegter Atmosphäre auf gehobenem Standard speisen möchten. Das Julchen hat sich dabei ganz der Berliner und Brandenburger Küche verschrieben. Frau Beese-Hoffmann: „Auf der Spezialkarte biete ich außerdem eigene Rezepte an, so das Rinderfilet à la Julchen, das Seezungenfilet „Roulée“ oder das Dessert „Julchen“. Letzteres besteht aus gerollten Teigblättern mit Honig überträufelt mit Vanille-Eis und Orangenlikör.“

Bei unserem Besuch werden wir nett empfangen und probieren uns durch die übersichtliche und klug zusammengestellte Karte. Der gemischte Salat mit Schafskäse (6 Euro) ist ein Gedicht. Das liegt vor allem am prickelnden Dressing, das ein frisches zitroniges Aroma mit einem kleinen Hauch Schärfe mischt. Frau Beese-Hoffmann lacht: „Das ist eben unsere Thai-Vergangenheit. Von dieser herrlichen Küche haben wir uns ein wenig inspirieren lassen.“ Gut so, da ist der Salat endlich mal ein Genuss und keine vegetarische Pflichtübung.

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Weiter geht es für uns mit der Entenbrust in traditioneller Sauce mit Rotkohl und Klößen – perfekt zubereitet und ein echter Gaumenschmaus, der mit 12 Euro zu bezahlen ist. Wir trauen uns auch an die Gebratene Kalbsleber mit Kartoffelpüree, Zwiebelringen und Apfelschnitten (8,50 Euro). Leber mag ja nicht jeder, aber es ist ein echt typisches Berliner Gericht. Und so eine scharf angebratene Leber kann schon richtig lecker sein, vor allem, wenn die Zwiebelringe schön kross sind. Ein erstes Experiment ist das Bauernschnitzel in Bierteig gebacken mit Bratkartoffeln und glasierten Möhrchen zu 10,50 Euro: Mal ganz etwas anderes.

Die Berliner Bratwurst in Pfefferkuchen-Biersauce mit Buttermilch-Kartoffelpüree und Möhrengemüse schaffen wir da gar nicht mehr zu testen, ebensowenig wie das Berliner Bierhähnchen. Ein anderes Mal. So begnügen wir uns mit einem Stück selbstgemachtem Käsekuchen zum Abschied. Lecker.

Keine Frage: Das Julchen bietet eine gehobene Küche an und schafft es auch, dieses Niveau zu halten. Alle Speisen haben uns restlos überzeugt, das Ambiente stimmt und die Bedienung war aufmerksam und zuvorkommend. Das weiterhin zum Essen servierte Louny-Bier passt sehr gut zu den Speisen und steigt auch nicht so schnell zu Kopfe.

Falkensee tut es jedenfalls sehr gut, neben Mister Vu und dem Casa Toro Negro in Dallgow noch ein weiteres Restaurant im Umkreis zu kennen, das sich guten Gewissens für Jubiläen, Geburtstage und auch für ein Essen mit den Geschäftsfreunden nutzen lässt. Frau Beese-Hoffmann setzt sogar noch einen drauf: „Schon jetzt arbeiten drei erfahrene Köche für uns. Im November wird noch ein Ein-Sterne-Koch zu uns dazustoßen. Dann hoffen wir sehr, dass die Falkenseer einmal in unserem Julchen vorbeischauen, um sich bekochen zu lassen und unser Essen zu probieren. Gerade in der Weihnachtszeit steht doch das gepflegte Essengehen mit der ganzen Familie bei sehr vielen auf der Wunschliste. Auch unser Sonntagsbrunch von 10 bis 16 Uhr bietet sich da an.“

Kontakt: Restaurant Julchen, Seegefelder Strasse 28, 14612 Falkense, Tel. 03322 – 231 231
Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 12.00 – 22.00 Uhr, Sonntag ab 10.00 Uhr Brunch

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