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02.12.2008

BISF nimmt Stellung zum Lärmaktionsplan der Stadt Falkensee

bisfDie BISF begrüßt den Lärmaktionsplan für Falkensee und die darin vorgeschlagenen Maßnahmen zur Entlastung der betroffenen Bürger. Sie fordert, die vorgeschlagenen, leicht umsetzbaren und effektiven Lärmminderungsmaßnahmen kurzfristig zu konkretisieren und zu beantragen. Das von allen politischen Kräften in Falkensee seit langem geforderte Lkw-Nachtfahrtverbot und eine effektive Geschwindigkeitsreduzierung auf dem hoch belasteten Abschnitt der Falkenhagener Straße könnte damit endlich Realität werden. Die BISF bietet dazu ihre aktive Beteiligung an.

Die Grundgedanken des Lärmaktionsplans, Lärmemissionen zu vermeiden und zu verringern und Verkehre auf umweltfreundliche Verkehrsträger zu verlagern entsprechen dem Leitbild der BISF. Die jahrelang erhobenen Forderungen der BISF nach kurzfristigen, nachhaltigen, effektiven und kostengünstigen Maßnahmen zur Lärmminderung wie Tempo-30-Zonen, zeitlich begrenzte Fahrverbote, die Stärkung des ÖPNV und die Verwendung von Flüsterasphalt werden im Lärmaktionsplan berücksichtigt. Zusätzlich müssen die Fußgänger- und Fahrradverkehre sicherer werden, das Radwegenetz ausgebaut (z.B. getrennte Radwege) und der öffentliche Personennahverkehr gestärkt werden.

Aus dem vorliegenden Lärmaktionplan geht auch hervor, dass diese Maßnahmen eine deutlich stärkere Lärmminderung brächten, als sie jemals durch den Bau der Nordumfahrung realisierbar wäre. Der überwiegende Verkehr entsteht und verbleibt in Falkensee. Trotz sogenannter Ortsumfahrung würde der Verkehr in den innerstädtischen Durchgangsstraßen dauerhaft nicht abnehmen, neue Verkehre würden zusätzlich angezogen. Eine Lärmminderung im Stadtgebiet träte nicht ein, Lärm würde nur an andere Orte und bisher ruhige Wohngebiete verdrängt. Gebiete würden zusätzlich neu verlärmt. Dies widerspräche eindeutig dem gesetzlichen Auftrag und dem Sinn eines Lärmaktionsplanes.

Die Verkehrszahlen aus dem Lärmaktionsplan zeigen aber auch, dass der Verkehr auf den Hauptstraßen Falkensees im Zeitraum von 2001 bis 2005 trotz Bevölkerungswachstum überwiegend deutlich rückläufig war. Diese Entwicklungen widerlegen die bisherigen Gutachten des Landesbetriebs Straßenwesen und die Verlautbarungen der Stadtverwaltung, die stets eine stetige und ungeheure Zunahme des Verkehrs prognostizierten. Deshalb wurde die Spandauer Str. zwischen Kreisverkehr Spandauer Platz und Stadtgrenze Berlin im Lärmaktionsplan gar nicht weiter betrachtet. Merkwürdig ist, dass dieses Straßenstück wegen des behaupteten hohen Verkehrsaufkommens nach dem Willen von SPD und Stadtverwaltung möglichst schnell vierspurig ausgebaut werden soll.

Außerdem ist der Schienenverkehr ist nicht ausreichend berücksichtigt. Die Aussage aus dem Gutachten, dass auf der Strecke zurzeit weniger als 60.000 Züge pro Jahr verkehren, wird in Anbetracht der tatsächlichen Zugbelegung bezweifelt. Die BISF fordert deshalb, auch die Lärmemissionen der Bahnstrecke aufzunehmen und Lärmschutzmaßnahmen für die vielen betroffenen Falkenseer Bürger mit aufzuzeigen.

Marc-Oliver Wille

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