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28.01.2009

Familiensorgen 1-09

debHallo, meine Tochter ist nun knapp 12 Jahre alt und ich mache mir Sorgen aufgrund ihrer merkwürdigen Einstellung zum Thema Körperhygiene. Seit einiger Zeit reagiert sie fast allergisch auf Wasser, zumindest was das Duschen und Baden betrifft. Nur mit viel Streit bekomme ich sie ab und zu mal unter die Dusche.

Sonst legt sie aber großen Wert auf ihr Äußeres. Sie achtet auf ihre Kleidung – die sollte modern oder „in“ und sauber sein. Auch für Makeup hat sie nicht nur Geld, um es zu kaufen, sondern auch die Zeit, um die verschiedenen Tübchen, Stifte usw. auch zu benutzen. Ihre Freundinnen scheinen mir immer gepflegt und auch geduscht/gewaschen. Also von denen scheint sie die Aversion nicht zu haben.

Mir ist es schlichtweg peinlich, dass sie muffig riecht und mit fettigen Haaren zur Schule/zu Freunden, also überall hin geht. Was kann ich tun, damit dies nicht immer zum Streitthema wird? Für einen Tipp wäre ich Ihnen sehr dankbar – es grüßt Sie Carmen F.

Liebe Carmen,
wie ich Ihren Zeilen entnehme, hat Ihre Tochter früher positiver auf das Thema Körperhygiene reagiert. Es ist normal, dass sich bei Jugend­lichen in der Pubertät das Verhältnis zum Körper verändert. Ein hoher Stellenwert der Kleidung sowie der Gebrauch von Makeup müssen nicht zwangsläufig mit häufigem Duschen einhergehen. Empfehlenswert ist jedoch auch gerade in der Zeit der Pubertät eine gesunde Hygiene. Das wird Ihre Tochter sicherlich wissen. Manchmal reicht bereits eine entsprechende Atmosphäre im Bad, um die Zeit dort angenehm zu gestalten (etwas Musik etc.). Abhängig von den Möglichkeiten, möchte Ihre Tochter vielleicht einfach auch Zeit allein im Bad haben – es könnte beispielsweise mit dem veränderten Schamgefühl zu tun haben.
Fragen Sie Ihre Tochter doch ganz offen und ohne Kritik, warum sie sich so sperrt. Unterstützen Sie Ihre Tochter mit Gesprächen, Atmosphäre und eventuell auch speziellen Badezusätzen, Duschgels o.ä., sich diesem Thema wieder positiv zu öffnen.

Es ist gut und auch wichtig, dass Sie Veränderungen wahrnehmen. Es können jedoch auch Probleme, die sie nicht offen ansprechen kann und möchte, Anlass sein: Hat sie z.B. stark an Gewicht verloren oder ist ihr Gewicht stark von der Norm abweichend? Die Unzufriedenheit über und damit verbunden der Scham vor dem eigenen Körper – nicht die Scham beispielsweise sich nahezu unbekleidet der Mutter zu zeigen – könnten z.B. Auslöser sein, denen man aufmerksam begegnen sollte.

Ein persönliches Gespräch mit einem Dritten, u.a. auch Kinderarzt oder Frauenarzt, würde ich Ihnen empfehlen, sollten die oben genannten Tipps ohne Ergebnis verlaufen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und drücke Ihnen fest die Daumen – Deborah van den Boogaard
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit melden: 03322 2131881.

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