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28.01.2009

Franziska Mrohs gibt Patchwork-Kurse

patch1Vor genau einem Jahr – im Januar 2008 – eröffnete Franziska Mrohs den „Kurstraum“ in der Poststraße 27 in Falkensee. Dort hält sie im ersten Obergeschoss Patchwork-Kurse fürinteressierte Teilnehmerinnen ab. Damit trat sie die Nachfolge von Heike von Wesel an, die vor ihr Patchwork in Falkensee überhaupt erst bekannt gemacht hatte. Bedingt durch einen Umzug nach Niedersachsen musste Frau von Wesel die Patchworkkurse jedoch an Frau Mrohs abgeben.

Die Mutter einer 16-jährigen Tochter entdeckte schon früh ihre Liebe zu den farbenfrohen Stoffen und Mustern, die sich im Patchwork immer wieder neu miteinander kombinieren lassen.

Patchwork heißt übersetzt nichts anderes als Flickwerk. Dabei handelt es sich um eine Technik der Textilgestaltung, bei der kleine Stücke aus Filz, Leder, Pelz, Seide, Baumwolle oder anderen Stoffen zu einer größeren Fläche zusammengenäht werden. Seit dem ersten vorchristlichen Jahrtausend kommt die Patchwork-Technik zum Einsatz – vor allem in Ägypten und Zentralasien. Sie wurde vor allem eingesetzt, um Zeltbahnen, Decken und Kleidungsstücke herzustellen. Interessant ist dabei, dass die verwendeten Muster und Farben nicht nur schön auszusehen hatten. Sie wiesen auch einen symbolischen Wert auf und sollten dabei helfen, Unheil abzuhalten, Fruchtbarkeit zu bringen oder Glück zu vermitteln.

In Europa, wohin Patchwork von den Kreuzrittern getragen wurde, ging es vor allem um die Resteverwertung. Vor allem wärmende Bettdecken (Quilts) entstanden in der Alten Welt. Heute dient Patchwork oft auch als Wandschmuck – entsprechend rechteckige Vorhänge werden wie ein Gemälde an die Wand gehängt.

Das Kursangebot von Frau Mrohs umfasst regelmäßige Termine jeweils montags und freitags vormittags, sowie Wochenendkurse für diejenigen, die sich gern länger Zeit nehmen möchten.

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Vor Ort lernen die interessierten Teilnehmerinnen unter anderem die uralte „Blockhaus-Technik“. Dieses „Flickwerk“ hat seine Tradition bei den Amish-People, einer Religionsgemeinschaft aus in USA, die sich den modernen Einflüssen (auch der Technik) selbst heute noch verweigern. Diese Glaubensbrüder und Schwestern machten aus der Not eine Tugend: Sie verwendeten alte Stoffreste, um daraus etwas völlig Neues zu gestalten: Die Quilts, Bettüberwürfe oder farbenfrohe Wandbehänge. Diese sind immer nach einem bestimmten Muster in einzelnen Streifen zusammengenäht. Dabei werden sie oft in wunderschönen Farben gestaltet.

Bei der Blockhaustechnik bezeichnet man den Mittelpunkt des Patchwork-Konstrukts als den „Herd des Hauses“, sieht also die Feuerstelle als Hausmitte. Dieses wird oft als kleines rotes Quadrat dargestellt, um das dann die farbigen Stoffstreifen im entsprechenden Muster „Licht und Schatten“ herum gruppieren. Die farbigen Streifen werden entsprechend zugeschnitten und in einer bestimmten Technik um den „Herd“ herum gestaltet. So baut sich das ganze Muster dann auf.

Auch das Muster „Fliegende Gänse“, kann man in den Kursen von Frau Mrohs erlernen. Dabei werden nach einer bestimmten Vorlage bunte Dreiec­ke so auf einen Stoff genäht, dass man meinen könnte, eine Schar fliegender Gänse sei hier unterwegs. Der nächste Wochenendkurs am 14. Februar 2009 wird ein tatsächlicher „Restequilt“ werden, die Technik dieses Kurses sind „Schnelle Dreiecke“.

Am jeweils 4. Mittwoch eines Monats findet ein Handnähkurs „Dear Jane“ von 10 bis 13 Uhr im Kursraum statt. Der von Jane A. Stickle im amerikanischen Bürgerkrieg 1863 entstandene „Dear-Jane“-Quilt wurde von Brenda Papadakis nachgearbeitet und mit einem imaginären Briefwechsel versehen. Seitdem wird dieser Quilt von einer immer größer werdenden Gruppe von Quilterinnen nachgearbeitet. Er kann aus 225 verschiedenen Mustern gebildet werden, zu denen es natürlich genaue Anleitungen gibt.

Für die Zukunft möchte Frau Mrohs ihren Teilnehmerinnen zu festen Zeiten ein Forum als Treffpunkt bieten, in dem die Patchworkerinnen zu einer offenen Gruppe im Kursraum zusammen kommen, sich austauschen oder Rat holen können. Monatliche Termine sind jeweils der 2. Donnerstag um 17.00 Uhr und 4. Mittwoch im Monat um 10.00 Uhr. (H.R.)

Kontakt: Kurstraum, Franziska Mrohs, Tel. 0172-391 61 42, Poststraße 27, Hofgebäude, 1 OG, 14612 Falkensee, www.kurstraum.de

Fotos: Heike Rattunde

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