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16.02.2009

Magic Mountain in Berlin: Klettermaxe

magic1Wer in Falkensee hoch hinauf möchte, muss sich nicht unbedingt im Job anstrengen. Er kann auch ins Auto steigen und in den Berliner Wedding fahren. 300 Meter vom U-Bahnhof Gesundbrunnen entfernt ist die Kletterhalle „Magic Mountain“ zu finden. Klettern ist ein Sport mit Zukunft und so möchten wir das mit dem Falkensee-aktuell-Freundeskreis auch einmal ausprobieren.

Wir buchen zunächst ein Kennenlern-Training für zwei Stunden und zahlen in der Sechsergruppe jeweils 30 Euro: Das klingt fair. Ohne Trainer kommt übrigens kein Frischling in die Wand: Aus Sicherheitsgründen darf nur der ohne Überwachung klettern, der vorher einen entsprechenden Lehrgang mitgemacht hat und alle Knoten und Sicherheitstechniken kennt. Davon sind wir ja noch weit entfernt.

Der erste Blick in die riesige Halle trichtert einem Demut vor der Wand ein, die sich überall über zehn Meter weit in die Höhe schraubt. Überall hängen Seile herunter und versuchen durchtrainierte und drahtige Sportler, der Gravitation zu trotzen und das Dach in schwindelerregender Höhe zu erreichen.

Ob wir das auch schaffen? Wir bekommen einen speziellen Gurt, der kräftig kneift, und schlüpfen in biegsame Kletterschuhe, die später guten Halt in der Wand geben. Unsere Trainerin führt uns dann langsam an die Herausforderung heran.

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Einer sichert mit seinem eigenen Gewicht den Kletternden, ein anderer hält das Seil stramm. Richtig ackern muss natürlich vor allem der Kletternde. Die Wand geht viel zu steil nach oben und die Vorsprünge zum Festhalten sind nicht immer dort, wo man sie gern hätte. Wir lernen: Arsch an die Wand, dann zieht einen das eigene Gewicht nicht gleich wieder nach unten. Wichtiger noch: Dann ist es viel besser möglich, sich mit der Kraft der Beine hochzudrücken.

Am Anfang machen wir alle noch den Fehler, uns mit den Armen nach oben zu ziehen. Das Adrenalin sorgt dafür, dass man erst ganz oben merkt, dass man eigentlich gar keine Kraft mehr hat. Zum Glück hetzt einen niemand und man kann sich in der Wand ausruhen. Wer wieder runter möchte, ruft ein Kommando, damit das Seil gestrafft wird und lässt sich dann nach hinten fallen, bis er die Wand einfach herunterlaufen kann.

Unsere Trainerin scheucht uns. Keine Pause wird gemacht. Wir wandern von einer Wand zur nächsten und bekommen neue Aufgaben gestellt. Dabei müssen wir etwa eine halbe Wand hoch, die schräg auf uns zuläuft, sodass die Schwerkraft ständig am Rücken zieht. Dann lernen wir, dass es gar nicht gewünscht ist, ALLE bunten Halterungen und Knäufe beim Aufstieg zu verwenden. Die Profis nehmen nur Halterungen einer Farbe und wählen so den unten an der Wand vorgegebenen Schwierigkeitsgrad. Wir probieren es mit einem Einsteigerlevel und kommen schon hier schwer an unsere eigenen Grenzen. Am Ende stellen wir fest, dass die Unterarme irgendwann einfach taub und gefühllos werden: Die Finger sind nicht mehr dazu in der Lage, sich irgendwo festzuhalten.

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Theoretisch könnten wir jetzt noch die Sauna und die Fitnessgeräte vor Ort mitbenutzen. Wir entscheiden uns aber ganz kaputt für ein kühles Bier zum Abschluss. Eins ist am Ende auf jeden Fall klar: Klettern ist ein herausfordernder Sport für alle Muskeln. Und Spaß macht‘s auch.

Kontakt: Magic Mountain, Böttgerstraße 20-26, 13357 Berlin, Tel.: 030-887 15 79-0, www.magicmountain.de

Fotos: Carsten Scheibe

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