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27.02.2009

Architektur in Falkensee 8: Der rote Kubus

kubus1Familie Hegemann zog vor vier Jahren von Regensburg berufsbedingt nach Falkensee. 2004 kaufte die Familie ein Grundstück in der Kochstraße und entwickelte mit der Hilfe eines Architekten die Idee von einem Haus in Form eines roten Kubus, der an einen roten Apfel erinnert. „Die reine Bauphase dauerte von April bis Oktober 2005, vorher war hier nur ein Nutzgarten mit einigen Ostbäumen zu sehen“, teilt uns Frau Hegemann mit.

„Das Grundstück mit seinem Obstbaumbestand und der großen, dominierenden Rotbuche beeinflusste den Entwurfprozess stark. Wir wollten ein klares, quadratisches, kubisches Gebäude. Strenge, einfache Architektur, die nicht abweisend und kalt wirken sollte“, erklärt uns Frau Hegemann.

“Diese Aspekte führten im Entwurf zu einer Symbiose aus organischen und orthogonalen Strukturen. Eine richtungslose, strenge Grundform, die in Farbgebung und Thematik am Naturvorbild orientiert ist. Grundthema bildet ein Apfel, der in einer grünen Wiese liegt. Ein quadratischer Kubus mit einer roten, verlaufenden Oberfläche“, erläutert die Mutter von drei Kindern die Philosophie ihres Hauses.

Besonders die rote Farbe des Hauses ist da schon sehr auffällig. Durch eine spezielle Struktur wirkt die Farbe sehr warm und einladend. Die Hausbesitzerin: „Mehrere Farbversuche führten zu einer besonderen ‚Nass-in-Nass‘-Lasurtechnik mit zwei verschiedenen Rottönen als Farbverlauf und einer abschließenden matten Oberflächenbeschichtung, die der natürlichen Wachsschicht eines Apfels gleicht. Einschnitte wie etwa in Form der Loggia und des Eingangs sind regelrecht wie ‚Biss-Spuren‘ verteilt und in einem gebrochenen Weiß – ähnlich dem Fruchtfleisch eines Apfels – gehalten. Die Fensterbänder sind wie abgeschält fassadenbündig angelegt. Der Sonnenschutz spielt das Schälmaterial nach.“

kubus2

Auch bei der Frage nach den verwendeten Materialien konnte uns Frau Hegemann ganz genau Auskunft geben: „Wir haben versucht, Materialien einzusetzen, die bei der Herstellung, Verarbeitung und Nutzung frei von gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind. Aus Kostengründen mussten wir jedoch z.B. bei der Dämmung des Daches und des Gebäudes Kompromisse eingehen. Wir haben z.B. nur einheimische Hölzer (im Außenbereich Douglasie, im Innenbereich Eiche) und Poroton sowie natürlich belassenes Parkett und Schiefer im Innenbereich verwendet.“

Für die Zukunft wünscht sich Familie Hegemann eigentlich, dass alles so bleibt, wie es im Moment ist. Nur im Garten wird sich sicherlich immer wieder einmal etwas verändern. (H.R.)

Fotos: Fotos aus dem Besitz von Frau Hegemann, mfG

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