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27.03.2009

Elton muss bleiben!

eltonFalkensee ist eine sportliche Stadt. Deswegen können die Jugendlichen im Ort Sport machen, bis die Muskeln um Gnade winseln. Wichtig ist aber auch ein Ort nur für sie – zum Abhängen, Quatschen, Musik hören, Musik machen, kreativ sein und und und. Dank Mikado e.V. gibt es in Falkensee den Jugendclub „Saftladen“ wieder – gleich hinter dem Gutspark in der Geschwister-Scholl-Straße 1.

Er hat Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Die Fassade haben die Kids gerade selbst neu angemalt, jetzt werkeln sie im Innenbereich und haben hier einen richtigen DJ-Pult installiert.

Damit der „Saftladen“ läuft, fassen alle mit an. Leider zählen nicht sehr viele Personen zu diesem „alle“. Neben der Leiterin Katrin Beyer sind dies der Jugendberater und Projektleiter Emanuel Knöfel (22) und die Streetworkerin Karen Voigtle. Emanuel alias „Elton“ (der so heißt, weil er aussieht wie der Elton aus dem Fernsehen) ist seit einem Jahr mit im „Saftladen“ dabei und bildet mit Katrin Beyer ein starkes Zweierteam. Beyer: „Elton ist selbst noch sehr jung und hat ein tolles Verhältnis zu den Jugendlichen im Club. Er ist in tausend verschiedene Projekte eingebunden und unverzichtbar. Alleine schon aus dem Grund, weil manchmal ein Mann einfach ein besserer Ansprechpartner für die Jungs ist.“

Das Problem: Eltons vom „100-Stellen-Programm“ finanzierte Arbeitsstelle läuft genau am 30. April dieses Jahres aus. Die Stelle kann noch einmal um ein Jahr verlängert werden – aber nur dann, wenn Mikado sie anschließend selbst noch einmal auf eigene Kosten für 6 Monate finanziert.

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Elton: „Diese 6 Monate kosten in der Finanzierung um die 5.000 Euro. Die kann Mikado nicht aufbringen. Aus dem Konjunkturpaket können wir anscheinend auch kein Geld erhalten. Verschiedene Politiker haben uns bereits besucht, um Alternativen zu besprechen. Wenn das nicht klappt, dann steht der ganze Saftladen auf dem Spiel.“

Die Stadt Falkensee stellt bereits den Standort und kümmert sich um die laufenden Betriebskosten. Vielleicht würde notfalls ein Sponsor aus dem Ort für das Geld aufkommen, um so den Jugendlichen für anderthalb weitere Jahre ein Zuhause neben ihrem Zuhause zu bieten?

Katrin Beyer: „Ohne Elton schaffe ich es nicht, allein die ganzen Projekte zu stemmen. Dann ist der Jugendklubbetrieb, so wie er jetzt existiert, in Gefahr. Elton arbeitet gerade mit den Jugendlichen am Film ‚What‘s up?` über legale und illegale Drogen, der am 13.7. im ALA uraufgeführt werden soll. Er organisiert das Familienfest am 9. Mai mit, bei dem wir einen Streichelzoo, eine Live-Band, Pferdereiten, einen Trödelmarkt, eine Hüpfburg, eine Kreativstrecke und einen Grill anbieten möchten. Am 13. Juni steht ein Bandwettbewerb an. Am 23. Juni führen wir das Theaterstück ‚Alkohölle‘ im Laden an der Spandauer Straße auf. Am 17 Juli startet der nächste Skater-Wettbewerb direkt vor den Sommerferien. Elton leitet auch den Jugendclubrat an und wird für die Vorbereitung der Europäischen Jugendwoche 2010 benötigt. Ohne ihn sind diese Projekte alle in Gefahr.“

Elton, der Schildkröten, Piranhas und Grüne Leguane beherbergt, würde dem „Saftladen“ gern erhalten bleiben. Das möchten wir auch. Aus diesem Grund hoffen wir auf eine schnelle und unbürokratische Lösung für dieses Problem. Wer helfen möchte, kann sich im Saftladen melden.

Kontakt: Jugendclub Saftladen, Geschwister-Scholl-Str. 1, 14612 Falkensee, Tel.: 03322-842428

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