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10.04.2009

Architektur in Falkensee 9: Das Holzhaus

holzhausGanz bewusst hat sich Familie Katterle im Jahr 2005 für Falkensee entschieden. Vor allem die harmonische Komposition aus altem Baumbestand, schattigen Alleen in der Gartenstadt und der typisch brandenburgischen Landschaft überzeugte das Ehepaar sofort. Deshalb kaufte es zu dieser Zeit gleich das Grundstück in der Bredower Straße und konnte schon ab Mai 2006 mit den Bauarbeiten für das Holzhaus beginnen. Mit Hilfe der Bauingenieurin Frau Stolze von der Firma SKANDIMA Nord konnten die Bauarbeiten am Holzhaus in nur drei Monaten fertig gestellt werden.

Die Wünsche der beiden Bauherren nach lichtdurchfluteten Räumen mit großen Fenstern, außergewöhnlich hohen Decken und hohen Türen konnten durch individuell geplante Holzkonstruktionen des Hauses erfüllt werden.
Dabei werden die vier Räume durch die großen Fensteranlagen auch im Winter spürbar erwärmt. „Jedenfalls sobald die Sonne darauf scheint“, meint der Hausherr. „Auf unseren Kiefernholzdielen können wir auch im Winter bequem barfuss laufen, da diese eine angenehme Raumtemperatur annehmen.“

Beim Hausbau wurden vorwiegend Gewerke und Handwerker aus der näheren Umgebung und aus der Region beschäftigt. Viel Wert legten die Bauherren, die Biochemikerin und der Chemiker, auch auf umweltfreundliche Materialien.
„Die Außenverschalung des eigenwilligen Holzhauses besteht aus sibirischem Lärchenholz“, erklärt uns der Hausherr. „Es ist ganz naturbelassen. Es vergraut mit der Zeit zwar, jedoch bewirkt der hohe Gerbsäureanteil im Holz einen konstruktiven Holzschutz, sodass sich keine Pilze oder Schädlinge ins Holz setzen. Somit fault das Holz nicht und ist damit sehr witterungsbeständig.“

Für das Innere des Hauses wurde Holzständerwerk aus Fichte (industriell getrocknetes Konstruktionsvollholz) verwendet. „Es hat folgenden Vorteil: Das Fichtenholz bleibt hell, es dunkelt also nicht so stark nach. Es besitzt auf Grund des Trocknungsgrades für die Insekten keine Duft- und Lockstoffe mehr, sodass die Tierchen dort einfach nichts zu Fressen finden“, erklärt uns der Hausherr mit einem Augenzwinkern.

Die diffusionsoffenen Wände wurden umweltfreundlich isoliert. Die Dämmung besteht aus Glaswolle.
Wichtig war auch für die Hausherrin das grüne Dach des Hauses. „Ein wichtiges Detail ist das Gründach. Es ist mit Sukkulenten, zum Beispiel mit Fetter Henne, Mauerpfeffer, aber auch mit Schnittlauch bepflanzt. Das verhindert im Sommer die irrsinnige Aufheizung des Dachbereiches. Zugleich isoliert das grüne Dach das Haus im Winter sehr gut.“
Das grüne Dach ersetzt und vergrößert die Vegetationsfläche, die durch die Grundfläche des Hauses verloren geht.
Auch der Garten ist großflächig mit einheimischen Stauden und Gehölzen wie Quitte, Sanddorn und Eberesche angelegt. Diese möchte der Hausherr beim Blick in den Garten über die Jahre einfach nur wachsen und groß werden sehen.

Ein geheimer Wunsch der beiden Naturwissenschaftler wäre es vielleicht, auch noch mal einen altenglischen Garten zu erhalten und zu pflegen. Schön wäre es dann natürlich, direkt vor Ort in einem kleinen englischen Cottage oder Manor zu wohnen. Vielleicht ergibt sich diese Gelegenheit ja dann bei einem gemeinsamen Urlaub auf der grünen Insel? (H.R.)

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