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10.04.2009

Willi und Matz bei der Rallye Dresden-Dakar-Banjul

matz1Wir sind dann mal weg. So haben es sich die beiden Falkenseer Matthias Wilke (Willi) und Matthias Gulich (Matz) jedenfalls gedacht. Der Tischlermeister und der EDV-Manager kennen sich schon ewig und schenkten sich gegenseitig zum kommenden 40. Geburtstag ein Abenteuer der ganz besonderen Sorte: Sie sind am 27. Februar um Mitternacht vom Schrääg `rüber in Falkensee aufgebrochen – zunächst nach München. Zu ihrer Verabschiedung spielte „Axel Szigat und Band“, Heiko Richter spendierte ein Fass Bier und die Fleischerei Gädecke steuerte noch 100 Bratwürste bei. Der Erlös kam direkt in die Reisekasse der beiden. Nur – wofür?

Nein, unsere beiden Falkenseer wollten nicht pilgern gehen und hatten auch keinen Badeurlaub auf Mallorca auf dem Zettel. Sie stiegen stattdessen in einen blauen und über und über mit Sponsoren-Aufklebern bepflasterten Wagen, um an der Rallye „Dresden Dakar Banjul“ (www.rallye-dresden-dakar-banjul.com) mitzumachen.

Matthias Gulich: „Diese Veranstaltung ist mehr eine Challenge und keine echte Rallye. Sie führt in etwa drei Wochen durch sieben verschiedene Länder. Wir starten in München, düsen dann nach Frankreich und über die Berge Spaniens zur Straße von Gibraltar. Hier setzen wir nach Marokko über, fahren dann durch die Westsahara, erkunden Mauretanien, sind im Senegal unterwegs und landen am Ende in Banjul in Gambia. Das sind 7.000 Kilometer, die wir auf dem Asphalt oder auf der Sandstraße abreißen müssen.“

Es ist unwichtig, wer zuerst ankommt, wichtig ist es, dabei zu sein und Eindrücke fürs ganze Leben zu sammeln. Wer bei dieser Veranstaltung teilnehmen möchte, muss ein bisschen Startgeld bezahlen und einen Wagen vorzeigen, der nicht mehr als 1.000 Euro gekostet haben darf. Matthias Wilke: „Unser Auto haben wir für 250 Euro eingekauft. 150 Euro haben wir noch mal in verschiedene Reparaturen gesteckt – und in die Vorsorge, also Öl wechseln und so. 2.500 Kilometer sind wir anschließend probegefahren. Wir sind sicher, dass unser Auto durchhalten wird.“

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Das ist auch wichtig, denn am Ende sollen die Wagen aller Teams in Banjul versteigert werden. Der Erlös kommt verschiedenen lokalen Hilfsprojekten zugute.

Sicherlich hat unser Team keine Schwierigkeiten damit, die Westsahara zu durchqueren. Was kann denn eine Wüste schon einem Team anhaben, das bereits die schlaglöcherdurchsetzten Sandstraßen von Falkensee kennen gelernt hat? Oder?
Schon bei der Abfahrt zeigen die beiden Freunde keine Angst vor ihrer Mission – nur Vorfreude auf ihre Abenteuer. Matthias Wilke: „Vermissen werden wir sicherlich nur eine erfrischende Dusche, ein anständiges Bett und ein kaltes Bier.“ Vielleicht hätten die beiden gleich Sponsor Heiko Richter mit einem Fass Bier mit an Bord nehmen sollen?

Das Team geht als „Fantastic 2″ an den Start. Mit ihnen starten Wagen aus allen Teilen Deutschlands – mit so kuriosen Namen wie „Stan Laurels Wüste Söhne“, „Elchfieber“ oder „Radkäppchen und der böse Golf“. Auf ihrer Homepage (www.alice-dsl.net/magura/) führen die Falkenseer während der Challenge ein Tagebuch und veröffentlichen Fotos. Matthias Gulich: „Ein Internet-Café wird sich unterwegs schon finden. Notfalls senden wir Texte per SMS an einen Bekannten, der dann die Homepage pflegt.“ Auf der Homepage ist das Tagebuch unter „News“ zu finden. So ein Online-Tagebuch ist eine sehr spannende Lektüre. Man kann den beiden auf ihrer Reise folgen und eine Ahnung von den aufregenden Erlebnissen bekommen.

Eine Woche haben die beiden Matthiasse für die Querung der Sahara eingeplant. Und hier gibt es keine befestigten Straßen. „Allrad-Antrieb ist feige“, hat Matthias Wilke im Schääg noch getönt. Wie der Mazda 628 1,8 GE von 1995 den feinen Sand verkraftet hat, wissen wir spätestens, wenn das Team „Fantastic 2″ wieder im Ort eintrifft. Ein Vortrag mit Fotoshow wäre dann ein toller Event, zu dem bestimmt viele Falkenseer gerne kommen würden.

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