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27.05.2009

Familiensorgen 5-09

deboLiebe Deborah van den Boogaard, meine Frage resultiert nicht wirklich aus einem großen Problem, aber ich bin mir etwas unsicher und deshalb wende ich mich heute an Sie. Mein Sohn möchte seit einiger Zeit Fußball spielen. Nur ich bin überhaupt kein Fan dieser Sportart und habe ehrlich gesagt auch keine Lust, mich damit auseinander zu setzen, also ihn dann immer zum Training zu begleiten und auch noch mein Wochenende auf dem Fußballplatz zu verbringen.

Mein Sohn kann das überhaupt nicht verstehen, so wie auch ein paar Bekannte von mir. Nun habe ich langsam ein schlechtes Gewissen. Kann ich als Mutter meinen Wunsch nach Freizeitgestaltung vor die Interessen meines Sohnes setzen oder haben die Bekannten und mein Sohn vielleicht doch Recht? Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen. Danke – Anna W.

Liebe Anna,
es ist nicht ungewöhnlich, dass Sie sich als Frau nicht für den Fußballsport begeistern können. Und natürlich sollte man als Mutter auch die eigenen Interessen wahren. Aus Erfahrung kann ich jedoch berichten, dass sich unterschiedliche Interessen in der Familie durchaus vereinbaren lassen. Abhängig vom Alter Ihres Sohnes ist eine Rundum-Betreuung eventuell gar nicht mehr notwendig: etwa durch Fahrgemeinschaften, selbständiges Fahren mit dem Fahrrad zum Training etc, nachdem sich Ihr Sohn im Verein eingelebt und Freunde gefunden hat. Dann müssten Sie auch nicht jedes Wochenende auf dem Fußballplatz verbringen. Letztlich genießen Kinder und Jugendliche auch eine gewisse (vernünftige) Form der Selbstständigkeit – jedoch auch die Motivation, welche sie durch die Begleitung der Eltern zum Spiel erfahren.

Sie sollten – abhängig von Ihrer Entscheidung – gemeinsam mit Ihrem Sohn besprechen, wie viel Freizeit für den Sport vorhanden ist und welcher Verein der Richtige scheint. Gerade am Anfang macht es Sinn, dass Sie Ihren Sohn mehrmals begleiten, um einen Eindruck vom Training, vom Trainer, von der Mannschaft und von den anderen Eltern zu gewinnen. In dieser Zeit können Sie auch erste Kontakt zu den anderen Eltern knüpfen und in Erfahrung bringen, in wie weit sich Fahrgemeinschaft realisieren lassen.

Generell ist Sport sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern und daher würde ich Ihnen raten, Ihrem Sohn diesen Wunsch zu erfüllen. Und Sie werden sehen, wie viel Spaß es uns Eltern machen kann, wenn das eigene Kind mit Freude am Spiel über den Platz rennt.

Ich drücke Ihnen die Daumen. Herzlichste Grüße – Deborah van den Boogaard. Sie können sich natürlich auch sehr gerne jederzeit bei mir telefonisch melden: 03322 2131881.

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