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01.11.2009

Familiensorgen Oktober 2009

boogardHallo Frau van den Boogaard, die Pubertät hat bei uns zu Hause resp. bei meiner 14-jährigen Tochter Einzug gehalten. Ich denke, das Ausmaß dürfte der Norm entsprechen. Diese Erkenntnis hilft mir in Spitzenzeiten jedoch nicht wirklich weiter. Zu den typischen Auswirkungen gesellt sich seit kurzer Zeit auch noch ein weiteres Problem in Form eines neuen Freundes meiner Tochter. Dieser Kerl ist inakzeptabel.

Ich kann einfach nicht zulassen, dass sich meine Tochter mit einem solchen Menschen abgibt. Was kann ich bloß machen, um meiner Tochter die Augen zu öffnen? Es wäre toll, wenn Sie mir mit einem Rat weiterhelfen würden.
Danke vorab – Ute K.

Liebe Ute,
Danke für Ihren Brief. Sie beschreiben in Ihrem Brief nicht genau, warum Sie den jungen Mann als inakzeptabel wahrnehmen, daher kann ich auch nur sehr allgemein antworten. Sicherlich gab‘ es auch in Ihrer Jugend einen oder mehrere Freunde, die von Ihren Eltern oder den Eltern von Freunden nicht akzeptiert wurden. Die unterschiedlichsten Gründe können dazu führen, dass Eltern begründet oder aus zu großer Sorge verschiedenen Menschen ablehnend gegenüberstehen.
Grundlegend kann ich Ihre Sorgen bezüglich des Umgangs Ihrer Tochter nachvollziehen, da wir Eltern ganz natürlich unsere Kinder vor Schaden und Enttäuschungen bewahren möchten.
Ich rate Ihnen, mit einer gewissen Distanz die Dinge erneut zu beobachten, um sich eine neue und möglichst neutrale Meinung bilden zu können. Auch einen offenen Konflikt rate ich vorerst zu vermeiden.
In diesem neuen Blickwinkel erscheinen vielleicht einige Aspekte annehmbar, die Sie zuvor als befremdlich wahrgenommen haben.
Bitte bedenken Sie: Je mehr Sie das Verhalten und Aussehen eines neuen Freundes Ihrer Tochter kritisieren oder Ihre Tochter mit Vorwürfen und Sorgen überhäufen, desto eher wird sie sich wahrscheinlich zurückziehen und „zumachen“.
Versuchen Sie zu akzeptieren, dass Ihre Tochter auch in der Pubertät ein vertretbares Maß an eigenen Erfahrungen sammeln dürfen sollte. Sie benötigt jedoch auch nach wie vor Ihr Vertrauen, Ihre Liebe und Ihren Rückhalt – denn gerade in dieser aufregenden Zeit wechseln sich Freude und Traurigkeit schnell ab. Da ist es wichtig, dass wir Eltern die verlässliche und vertrauensvolle Station im turbulenten Alltag der Kinder sind. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Zuversicht.
Sollte meine Antwort zu allgemein formuliert sein, können Sie sich gern telefonisch bei mir melden: 03322 2131881.

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