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15.11.2009

Lebendige Steine – Eine Aktion des Creativen Zentrums

steine3Ein buntes Bild bietet bis zum 13. November der ehemalige Grenzstreifen an der Stadtgrenze von Falkensee und Berlin-Spandau (Spandauer Straße/Falkenseer Chaussee). Unter der Regie von Ingo Wellmann, Leiter des „Creativen Zentrums“ Haus am Anger, fertigten Falkenseer, Spandauer und Israelische Kinder und Jugendliche künstlerische Beiträge zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.

Die Kuben sind von den jungen Künstlern mit bunten Figuren bemalt worden. Diese säumen nun in Höhe der Stadtgrenze Falkensee – Berlin-Spandau beidseitig den Mauerradweg.

Heute trafen sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 l des Falkenseer Lise-Meitner-Gymnasiums und der Klasse 6 b der Spandauer Grundschule Beerwinkel, Ingo Wellmann und die Bürgermeister aus Falkensee und Spandau, Heiko Müller und Konrad Birkholz, vor Ort, um die Werke zu bewundern.

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Müller und Birkholz berichten den Kindern von ihren Erinnerungen und Erlebnissen rund um die Mauer und um die Ereignisse des 9. Novembers 1989. Heiko Müller, in Falkensee groß geworden, erzählte den Kindern von seiner Oma, die kurz hinter der Mauer in Spandau lebte, die er aber nie besuchen konnte und wenn, mit dem Wissen, dass auf ihn geschossen wird.

„Die Situation war für mich mehr als beeindruckend, eine Situation, die nicht hätte schlimmer sein können. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam erinnern, dass so etwas nicht noch einmal passiert.“, so Müller. Konrad Birkholz weilte am 9. November am Bodensee und machte dort Urlaub. Er erinnert sich noch gut an den 13. November, als an dieser Stelle für ein paar Stunden die Grenze geöffnet wurde. Schnell wurde noch eine provisorische Straße gebaut, damit die Strecke passierbar war. Später begegneten sich hier Tausende Bürger und Bürgerinnen und feierten die Öffnung der Grenze. „Achtet darauf, miteinander freundlich umzugehen, erweist Euch gegenseitigen Respekt und Toleranz“ mahnte Birkholz die Schülerschaft. Beide Bürgermeister legten den Kindern nahe fleißig zu lernen. Dies sei wichtig für jeden Einzelnen und für eine heile Welt.

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Mit Fragen wie „War hier ein Grenzübergang? Woher kamen die Soldaten? Wie wurden Gewässer bewacht? Wie konnten sich die Menschen im Osten und Westen untereinander verständigen?“ demonstrierten die Kinder großes Interesse an der Geschichte. Schön waren die Gespräche am Rande. Ein Junge, der einem anderen erzählt, wie seine Eltern – Mutter aus dem Osten und Vater aus dem Westen – den 9. November 1989 erlebten. Seine Mutter, so war zu hören, verschlief das geschichtsträchtige Ereignis.

Oder die Erwachsenen, die sich gegenseitig austauschten. „Es war sehr schön sich hier zu begegnen“ – mit diesen Worten verabschiedete sich eine Spandauer Lehrerin von Heiko Müller.

Zufrieden mit der Aktion zeigte sich auch Ingo Wellmann. Er schwärmte von der Zusammenarbeit mit den Kindern und freute sich über die Ergebnisse. Bis zum 13. November werden sie an Ort und Stelle verleiben und die Vorbeifahrenden an die ehenalige Mauer erinnern. Danach gehen die Werke in die jeweiligen Schulen.

Am 13. November vor 20 Jahren soll das Wetter so ähnlich wie heute gewesen sein, hörte man im Hintergrund. Seit heute erinnert ein großes Schild vor Ort an die Maueröffnung am 13. November um 18 Uhr.

Fotos: Stadt Falkensee

Stadt Falkensee
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Falkenhagener Straße 43/49
14612 Falkensee

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